Überdosierung mit Banvel M

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12. Apr. 2011
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Hallo in die Runde
Unser Rasen ist jetzt 20 Jahre alt, und wurde noch NIE chemisch behandelt, ist
800 m² gross und besteht aus gut 30 % Unkräutern - Letzten Sommer ist meine Familie insgesamt 4 mal von Bienen im Fuss gestochen worden - Diese tummelten sich im Weissklee, welches zusammen mit Löwenzahn meine Hauptsorge ist - Nach langer Überlegung erfolgte am letzten Samstag der Kauf von einem 1 Liter Gebinde Banvel M für 22,00 €uro - Am Sonntag folgten drei 5 Liter Füllungen der Gloria Gartenspritze mit je 200 ml Banvel M - Nach Beendigung der Anwendung fiel mir leider auf, dass ich bei der Umrechnung der Giftmenge auf meine 5 Liter Spritze einen groben Rechenfehler gemacht habe - IST DIES SCHON EINMAL JEMANDEN PASSIERT UND WOMIT MUSS ICH RECHNEN ??? - Ich bitte darum keine hämischen Kommentare oder Antigiftbeiträge oder Vorträge über Unkraut per Hand ausstechen zu halten - Da wäre bei der Masse unendlich viel Zeit verstrichen - Weiterhin bringen solche Antworten nix, da es nun schon passiert ist - Bitte explizit nur auf meine Frage der Überdosierung eingehen - Vielen Dank für Eure Antworten in dieser "speziellen" Angelegenheit ! Gruss vom Überdosierer PS Der Löwenzahn sieht nach dem ersten Tag schon trauriger aus ( die Blätter hängen leicht angewellt ) herum.
 
  • Wenn die Überdosis schon am Sonntag war ist die Anfrage heute ein bisschen spät. Du hättest direkt mit viel wässern dafür sorgen sollen, dass sich das Gift mehr vermischt und schneller in den Boden geht.

    Jetzt kannst du eigentlich nur noch abwarten, der Regen heute ist sicher hilfreich. Ich denke schon, dass der Rasen überlebt, das Unkraut sicher nicht ;)

    Grüße,
    Kiwi

    Deren Mann das Zeug auch gern großzügig verwendet hat, jetzt aber nicht mehr darf, weil ich die Nebenwirkungen kenn. Der Rasen hat es immer überlebt.
     
    Unser Rasen ist jetzt 20 Jahre alt, und wurde noch NIE chemisch behandelt, ist
    Schade dass Du nicht dabei geblieben bist.... (in einem öffentlichen Forum kann man mir nun mal nicht verbieten meine Meinung zu schreiben).

    Ich habe übrigens auch Klee und Löwenzahn im Rasen. Seit ich aber gegen das Unkraut ausschließlich den Rasen regelmäßig dünge und einmal in der Woche mähe, kommt der Klee gar nicht mehr zum blühen und geht auch zurück. Der Löwenzahn wird etwas flacher, aber blühen tut er auch nicht mehr.

    Ich hoffe, dass auf Deiner Fläche sich irgendwann wieder Kleinstlebewesen im Boden ansiedeln (und Du keine Tiere im Garten hast und Deine Kinder nicht barfuß über die Fläche laufen), für's erste dürftest Du diesen auch den Garaus gemacht haben, was Du auch an Deinem Rasen sehen wirst.

    Hier habe ich für Dich noch etwas Lesestoff...
     
  • Hallo feiveline
    Ich habe schon damit gerechnet, dass ich Kritik ernten würde.
    Das ist auch in Ordnung.
    Die hohe Dosierung ist mir selbst ein Greuel .... aber 800 m² sind keine kleine Fläche, und meinen Garten liebe ich natürlich dennoch.
    Selbstverständlich hast Du recht ... in vielen Belangen ... zu Deinem Text möchte ich aber dennoch auf zwei Dinge hinweisen:
    Gerade weil meine Kinder barfuß laufen wollen, und dieses im letzten Jahr aufgrund des extrem vielen Weißklees nicht mehr möglich gewesen ist, da überall die Bienen schwirrten, musste ich irgendwie handeln. Wie gesagt, zwanzig Jahre war der Rasen unbehandelt. Zum Zweiten habe ich im Schnitt alle 8 Tage im Hochsommer und alle 10 Tage im Frühjahr und Spätsommer Rasen gemäht. Der Weissklee blüht und wächst aber so schnell nach, das in wenigen Tagen wieder die Blüte steht bzw. weitere Jungpflanzen nachblühen.
    Ich kann jetzt nur noch abwarten, und sehen, wie sich der Rasen nach der Anwendung entwickelt.
    Viele Grüße von Überdosis
     
  • der klee wird natürlich irgendwann wieder kommen, wenn die grundvaoraussetzungen stimmen....
    fürs nächste mal: kalken hilft da sehr, klee mag keinen basenreichen boden. dem löwenzahn ist das zwar schnuppe, aber der blüht auch nicht so schnell nach beim mähen.
    ansonsten: ich gehe auch gern mal barfuß (und hab das auch schon mit dem einen oder anderen stich bezahlen müssen),ja ies ist schön und angenehm und macht glücklich, aber man sollte sich schon die frage stellen, ob man alles, was man möchte, auch können muss. und schuhe zu tragen, ist halt der preis für glückliche hummeln und bienen. das ist nur ein klitzekleiner persönlicher verzicht.
     
    Da unsere Bio-Fraktion wieder etwas arg vom eigentlichen Thema abweicht, zurück zu selbigem.

    Wie viel Fläche hast Du denn mit den insgesamt 600 ml Banvel M behandelt?
    Normalerweise reicht eine 1L Flasche für 1.000m². Solltest Du also die komplette Rasenfläche damit behandelt haben, kann die Überdosierung eigentlich nicht so groß sein.
     
  • Hi
    Nach dem nächsten Regen ist alles weg.Das was von den Unkräutern aufgenommen worden ist,geht in den Boden und verschwíndet von allein.Also keine Stufe 7 wie im AKW in Japan.:D

    Gruß
     
    Hallo Beepo
    Ich habe 600 ml Banvel M für 800 m² Rasen verwendet. Nach meinen Berechnungen wären laut Maßtabelle 100 m²= 60 ml Banvel M in 10 Liter Wasser vermischt, umgerechnet in meinem Fall 800 m² = 480 ml Banvel M. Ich habe also 120 ml zuviel Gift eingefüllt, und NUR 15 Liter Wasser als Verdünnung genommen ( 3 * 5 Liter Gartenspritze ) ... die Konzentration ist aufgrund der geringen Wassermischmenge ziemlich hoch ... oder verstehe ich das jetzt evtl. nicht richtig ?!
    Der Rasen sieht zur Zeit folgendermaßen aus ( nach drei Tagen ):
    Sonntag Abend erfolgte die Anwendung ... am heutigen Mittwoch ist der Löwenzahn am stärksten "betroffen" ... div. andere Unkrautteppiche zeigen erste Symptone von Gift auf, wobei einzig der Weissklee noch nicht "angegriffen" erscheint, welches mein Hauptproblem mit dem Löwenzahn darstellte. Die Kleeblätter sind aber noch ziemlich klein ( Aufnahme des Giftes verzögert sich, oder setzt nicht richtig ein ? ), so dass ich evtl. etwas zu früh gespritzt haben könnte, oder aber Banvel M bei dieser Unkrautsorte etwas später seine Wirkung entfaltet. Ich beobachte weiter die Wirkung ... mir bleibt eh nichts anderes übrig.
    Der Rasen sieht zur Zeit noch unbeeindruckt aus.
     
    Ich habe die Dosierangaben für den Einsatz in Spritzgeräten nicht im Kopf, verglichen mit der Gießmethode dürfte aber keine Überdosierung vorliegen. Dort kommen 10 ml je 10 Quadratmeter zum Einsatz. Unterm Strich also sogar noch eine Ecke mehr.
    Mein Rasen hat davon noch keinen Schaden genommen, insofern würde ich auch bei Dir Entwarnung geben.
     
    Der Rasen wird es überleben und bis das Mittel beim Unkraut seine Wirkung tut dauert es ein bisschen.

    Einmal hatte mein Mann das Zeug gesprüht und danach wurde der Löwenzahn so riesig, dass ich mit dem Abstechen begonnen hab. Ich war mir sicher, es hat nicht gewirkt. Er meinte ich solle es lassen - Recht hatte er. Nachdem der Löwenzahn erst gewachsen ist wie blöd, ist er auf einmal eingegangen. Kommt aber jedes Jahr brav wieder ;)

    Also nicht denken, das Zeug hat nicht gewirkt, und nochmal spühen - abwarten.
     
  • Hallo kiwi74
    Vielen Dank für Deinen Eintrag. Ich habe nach dem vierten Tag der Anwendung drei Bilder hier eingestellt, um zu zeigen, wie die Pflanzen ( Unkräuter ) reagieren.
    Der Weissklee sieht leider noch kerngesund aus ... aber ich warte ab ... und werde dieses Jahr ganz sicher keine weitere Anwendung durchführen.
    Ich möchte zuerst sehen, wie sich der Rasen in diesem Jahr entwickelt.
    Gruss Überdosis
     

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  • Das Bakterium besitzt ein Enzym, das Dicamba abbauen kann. Deshalb futtert es das Zeug einfach auf. Ist ja eine organische Verbindung.

    Mit dem Bakteriengen werden gerade Pflanzen ausgerüstet, die dann resistent gegen Dicamba sind.
     
    :(Das Erschreckende für mich ist, an wem es getestet wird:

    Aus: Dicamba

    "Ökotoxizität [Bearbeiten]

    Dicamba ist nicht bienengefährlich.[5]

    Die akute Letale Dosis (LD50) für die Stockente beträgt 2000 mg/kg Körpergewicht. Im 8-Tage-Fütterungstest mit Stockente und Japanischer Wachtel lag die tödliche Konzentration bei > 10.000 mg/kg Futter.[5]

    Die LC50 von Dicamba beträgt bei der Regenbogenforelle (96 h) 135 mg/L und beim Karpfen (48 h) 465 mg/L. Damit gilt es als nicht fischgiftig.[5] Die EC50 (48 h) für Daphnia magna sowie die LC50 (96 h) für den Flohkrebs liegen bei mehr als 100 mg/L.[5]

    Dicamba ist giftig für Algen und höhere Wasserpflanzen."

    Schon, damit diese Tierversuche vermieden werden, werde ich solch ein Giftzeug niemals verwenden!!!

    Es grüßt
    Moorschnucke
     
    Mit dem Bakteriengen werden gerade Pflanzen ausgerüstet, die dann resistent gegen Dicamba sind.

    bei aktueller Literaturrecherche mußte ich feststellen, dass Monsanto gemeinsam mit der BASF wieder mal an diesen Genen rummanipuliert - wie wir alle hier wissen, ist es gerade der erstgenannte, der sich damit Abhängigkeiten mit Landwirten ergaunert ... da kann Pseudomonas soviel futtern so viel es will, ich habe da ethische Bedenken!

    niwashi ist nicht genmanipuliert ...
     
    bei aktueller Literaturrecherche mußte ich feststellen, dass Monsanto gemeinsam mit der BASF wieder mal an diesen Genen rummanipuliert - wie wir alle hier wissen, ist es gerade der erstgenannte, der sich damit Abhängigkeiten mit Landwirten ergaunert ... da kann Pseudomonas soviel futtern so viel es will, ich habe da ethische Bedenken!

    Nicht nur Monsanto und BASF manipulieren Gene, sondern auch viele Regierungen und freie Forschungsinstitute. Das wird keiner mehr aufhalten, da die Ertragssteigerungen gerade in armen Ländern gebraucht werden.

    Und hier tankt ja auch jeder E5, obwohl da gentechnisch veränderter Mais drin ist.

    niwashi ist nicht genmanipuliert ...

    Doch, doch. Wir sind alle genmanipuliert und werden täglich weiter manipuliert. Wenn auch nicht durch Monsanto oder BASF.;)

    Viren-Gene im Erbgut - Sie sind in uns - Wissen - sueddeutsche.de
     
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