Wie kann ich meinen Orangenbaum retten?

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04. März 2010
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Hallo,

ich bin neu hier und habe gleich ein Problem: Ich habe zwei Orangenbäume, die ich vor ein paar Jahren mal selbst aus Kernen gezogen habe. Der eine hat zu Beginn des Winters plötzlich angefangen, Blätter abzuwerfen und jetzt ist nur noch ein einziges Blatt übrig. Er stand die ganze Zeit neben dem anderen Baum, der kaum Blätter verloren hat.

Ich hatte die beiden Bäume erst im kühlen Treppenhaus. Als das Abwerfen der Blätter losging, habe ich sie in ein unbeheiztes Zimmer an ein Südfenster gestellt, was aber auch nicht geholfen hat.

Der Patient hat zwar schon eine ganze Menge neue Triebe, aber ich mache mir trotzdem Sorgen, dass er eingeht. Ursprünglich waren es nämlich mal drei Orangenbäume - beim Dritten lief es so: Alle Blätter abgefallen, viele neue Triebe zu sehen, die trieben aber nicht weiter aus, sondern wurden irgendwann schwarz und kurze Zeit danach war der Baum tot.

Woran kann das liegen und was kann ich tun, um den Baum zu retten? Ich habe mit der Suchfunktion keine Beschreibung gefunden, die zu meinem Problem so richtig paßt.

Vielen Dank!

Dehenry
 
  • Genau das gleiche Problem habe ich auch mit meinem Orangenb., mit meiner Bougainvillea u. mit einem selbstgezogenen Apfelbäumchen. Ich hoffe es meldet sich jemand, der uns helfen kann. VLG ilcricio
     
    Wenn so etwas passiert, sollte man bitte die Wurzeln überprüfen.
    Meistens stehen die Pflanzen in unzureichender Erde, stehen zu feucht, oder sonst etwas passt nicht.
    Abhilfe ist dann, daß Austauschen der Erde.

    Rindenkompost, Laubkompost zu gleichen Teilen mischen, mit Lavasplit und etwas Feinkies mischen, mit Organischem Dünger aufdressieren und mit Kalk den pH-Wert auf ca. 6.0 bis 6.5 einstellen. Fertig.
    Für alle, die mal nicht eben auf den Hof gehen können, um so eine Erde aus den Rohstoffen zu mischen:
    Aquarienkies ist ideal, gibt es in kleinen Beuteln in der Zoohandlung zu kaufen, ist Buntkies. Wußte ich so auch nicht, bis es mir jemand erzählt hat. Ich gleich guggen und siehe da, ich kann dort nicht nur die Kleinstmenge kaufen, sondern auch eine feinere oder gröbere Körnung erstehen. Herrlich!
    Man kann auch etwas Basaltsplitt nehmen, den gibt es beim örtlichen Baustoffhändler oder wenn man nett fragt, bei der Kommune als Unterbelag / Schüttung für Pflasterarbeiten.
    Laub- und Rindenkompost bekommt man eher selten. Hier reicht eine gute, torffreie Kübelpflanzenerde. Die gibt es inzwischen von vielen Herstellern und sind empfehlenswert. Man braucht keine Spezialerde, denn so speziell sind die Anforderungen der Pflanzen an den Boden nicht.
    Finger weg von Lehm und Torf, es bringt in unserem Klima Bereich nur Ärger. Da haben auch andere, die es erzählen deutlich Recht.
    Zudem sind Spezialerden nur unnötig teurer, als das eher allgemeinre Produkt und sind meist kein Stück besser.
    Gut ist eine neutrale Erde, wie eben Kokospressblocks, die man in Wasser auflösen kann.
    Gibt es von verschiedenen Herstellern, am bekanntesten ist Kokohum der Firma Neudorff.

    So einen Block kann man in Wasser auflösen, mit organischem Dünger anreichern, mit etwas kalk auf den pH-Wert einstellen und dann mit dem Kies zu einer runden und gut drainierten Mischung vermengen.


    Dann Pflanze raus, altes Substrat abspülen und die Wurzeln ansehen. Wichtig ist: Es sollten aktive Wurzeln zu erkennen sein. Diese sind meistens sehr hell in der Färbung, oft ist es auch nur die Spitze einer Wurzel, die da mit feinen Härchen und einer tollen, frischen jungfräulichen Färbung zu erkennen ist.
    Je weniger man davon entdecken kann, umso schlimmer sieht es für die Pflanzen aus.

    Dann in obige Mischung eintopfen und die Pflanze vom Topfballen her warm aufstellen. 22-25° C sollte es im Wurzelbereich haben, denn nur durch neues Wachstum kann die Pflanze Schäden ausgleichen und sich regenerieren.

    Sind die Schäden entsprechend schlimm, kann so eine Pflanze durchaus auch eingehen...
     
  • Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Das klingt kompliziert - mal sehen, ob ich das hinbekomme. Mich wundert nur, dass der andere Baum genau die gleiche Erde hat und gut dasteht. Das Blätterabwerfen ging ziemlich plötzlich dann los, als ich die Bäume im Herbst reingeholt habe. Deswegen hätte ich vermutet, dass es an Licht, Temperatur etc. liegt. Kann es das auch sein?
     
  • Wenn so etwas passiert, sollte man bitte die Wurzeln überprüfen.
    Meistens stehen die Pflanzen in unzureichender Erde, stehen zu feucht, oder sonst etwas passt nicht.
    Abhilfe ist dann, daß Austauschen der Erde.

    Rindenkompost, Laubkompost zu gleichen Teilen mischen, mit Lavasplit und etwas Feinkies mischen, mit Organischem Dünger aufdressieren und mit Kalk den pH-Wert auf ca. 6.0 bis 6.5 einstellen. Fertig.
    Für alle, die mal nicht eben auf den Hof gehen können, um so eine Erde aus den Rohstoffen zu mischen:
    Aquarienkies ist ideal, gibt es in kleinen Beuteln in der Zoohandlung zu kaufen, ist Buntkies. Wußte ich so auch nicht, bis es mir jemand erzählt hat. Ich gleich guggen und siehe da, ich kann dort nicht nur die Kleinstmenge kaufen, sondern auch eine feinere oder gröbere Körnung erstehen. Herrlich!
    Man kann auch etwas Basaltsplitt nehmen, den gibt es beim örtlichen Baustoffhändler oder wenn man nett fragt, bei der Kommune als Unterbelag / Schüttung für Pflasterarbeiten.
    Laub- und Rindenkompost bekommt man eher selten. Hier reicht eine gute, torffreie Kübelpflanzenerde. Die gibt es inzwischen von vielen Herstellern und sind empfehlenswert. Man braucht keine Spezialerde, denn so speziell sind die Anforderungen der Pflanzen an den Boden nicht.
    Finger weg von Lehm und Torf, es bringt in unserem Klima Bereich nur Ärger. Da haben auch andere, die es erzählen deutlich Recht.
    Zudem sind Spezialerden nur unnötig teurer, als das eher allgemeinre Produkt und sind meist kein Stück besser.
    Gut ist eine neutrale Erde, wie eben Kokospressblocks, die man in Wasser auflösen kann.
    Gibt es von verschiedenen Herstellern, am bekanntesten ist Kokohum der Firma Neudorff.

    So einen Block kann man in Wasser auflösen, mit organischem Dünger anreichern, mit etwas kalk auf den pH-Wert einstellen und dann mit dem Kies zu einer runden und gut drainierten Mischung vermengen.


    Dann Pflanze raus, altes Substrat abspülen und die Wurzeln ansehen. Wichtig ist: Es sollten aktive Wurzeln zu erkennen sein. Diese sind meistens sehr hell in der Färbung, oft ist es auch nur die Spitze einer Wurzel, die da mit feinen Härchen und einer tollen, frischen jungfräulichen Färbung zu erkennen ist.
    Je weniger man davon entdecken kann, umso schlimmer sieht es für die Pflanzen aus.

    Dann in obige Mischung eintopfen und die Pflanze vom Topfballen her warm aufstellen. 22-25° C sollte es im Wurzelbereich haben, denn nur durch neues Wachstum kann die Pflanze Schäden ausgleichen und sich regenerieren.

    Sind die Schäden entsprechend schlimm, kann so eine Pflanze durchaus auch eingehen...

    hallo dr !!:cool:

    Kann mann auch sand in die erde mischen oder ist das mumpitz ?
    Und mit basalt splitt meinst du das zeugs wo im strassenbau verwendet wird ?
    Wie ist zb gartenerde oder blumenerde aus dem baumarkt ? Das benutze ich eigentlich für meine citruse plus unten drinn noch ne drainage das das wasser sich nicht stauen kann !

    LG NICO
     
    Also NICO,
    man kann auch normalen Sand nehmen. Ich bevorzuge nur etwas gröberes. Denn sas Substrat darf ruhig etwas gröber und damit luftführender sein.
    Es muss nicht so grob wie ein Orchideen-Substrat sein, aber es sollte auf keinen Fall matschig wie manche Blumenerde werden.
    Denn viele Blumenerde bestehen aus Torf. Dieser zersetzt sich relativ schnell und die kleinen Torfstücke verdichten nun das Substrat, so daß es sich am Ende mit Wasser so voll saugt wie ein Badeschwamm.
    Die Erfolge sind dann, daß die Wurzeln der Zitruspflanzen, die doch gern etwas mehr Luft haben möchten, hier nun unter Luftabschluss leben.
    Da kommen dann rasch Schwefelbakterien dazu, so daß nun Fäulnisprozesse anlaufen, die dann meist die Wurzeln schädigen. Diese kleinen Schäden sind dann Angriffflächen für parasitäre Sekundärinfektionen, wie z.B. Phytophthora
    Phytophthora kennt der Gärtner als Kraut- und Braunfäule von den Tomaten und weiß, wie hartnäckig diese Pilzzeug ist. Bei Zitrus ist das nicht anders, und es kann schlimmste Schäden anrichten, wenn man da nicht aufpasst. Das geht echt schnell.
    Daher nehme ich lieber ein Erde aus Holzfaser und Laubkompost. Da gibt es tolle Produkte in der Zwischenzeit.
    Das tollste Produkt ist die Gabi Zitruserde. diese enthält zwar auch Torf, hat aber soviel grobe Faseranteile, da ist ein Verschlämmen und verdichten kaum möglich. Die anderen Erden, wie Substral oder Neudorff sind ohne torf, aber eben auch sehr gut.
    Und nun mischt man etwas gröberes am Besten unter, was sich eben nicht so rasch zersetzen könnte, wie eben etwas Feinkies. Das ist so körngröße zwischen 2 bis 6 mm Durchmesser. Sind also zum Teil auch kleinere Steinchen dabei. Passt sehr gut. Man kann auch Grobsand nehmen, der ist so um die 1 bis 2 mm Korngröße, also Spielkastensand ohne Feinanteile.
    Das ist dann je nach Pflanzgröße mehr oder minder wichtig.
    Bei einem großen Versailer Kübel mit bis zu 2 Kubimeter Volumen, nunja, da nimmt man dann doch eher den Feinkies, aber auch etwas Splitt um eine Erde locker und luftig zu bekommen. Mischen tut man das dann mit der üblichen vom Bau bekannten elektrischen Betonmischmaschine, sonst wird das nix.
    Für den kleinen Topf reicht ein Tischfach oder einer der üblichen Eimer und die Pflanzkelle. Ja und das nimmt man dann Grobsand für die kleineren Töpfe oder Feinkies für die größeren Kübel... Schöne homogene Mischung anrühren und gut einsetzen.


    Yes, ich meine mit Splitt das Zeug vom Strassebau: Blau-Grau-Schwarz, recht scharf und grobkörnig.
    Das gibt es aber auch als normalen Kies, also eine Mischung aus Quarziten, wie z.B. beim bekannten "Oberrheinkies". Also Flusskies ist so ein Zeug.
    Und die Bezeichnung Grobsand, Feinkies und Mittelkies (Splitt) sind dann für doe Korngrößen maßgeblich.

    Wenn also der GaLa Bauer Trittsteine legen soll, muss er auch daraunter eine Tragschicht machen. für eine große Fläche nimmt man sogenannten Mineralbeton, eine ungesiebte Mischung von meist Basalt oder Granitbruch bis ungefähr 6 cm große (Bruch-)Steine. Das verdichtet man, darauf kommt dann Splitt, oder Mittelkies und schon kann man seine Platte einlegen. Soll das echt stabil werden, nimmt man Feinkies mit etwas Zement und verdichtet den Trittstein gut.
    Und schon daher gibt es verschiedene Sand und Kiessortierungen, und die kann man auch kaufen...

    Daher für kleinere Töpfe eher den Grobsand, für größere Kübel eher den Feinkies.

    Blumenerde aus dem Baumarkt finde ich wie gesagt nicht klasse, was nahezu reiner Torf. Muss nicht sein, braucht mir persönlich gerade in der kühlen Jahreszeit zuviel an Gefühl beim Gießen.
    Kriegste nicht gebacken.
    Dann lieber ein weniger Wasserhaltendes Substrat, dafür im Sommer zweimal am Tag gießen, aber im Winter keine Probleme, weil es gut drainiert und somit mehr Luft an die Wurzeln läßt und nicht so rasch verdichtet....

    Klar geworden?

    Wenn du aber mit Blumenerde klar kommst, okay... ich persönlich habe da nichts gegen, es muss ja jeder selbst wissen
     
  • Also NICO,
    man kann auch normalen Sand nehmen. Ich bevorzuge nur etwas gröberes. Denn sas Substrat darf ruhig etwas gröber und damit luftführender sein.
    Es muss nicht so grob wie ein Orchideen-Substrat sein, aber es sollte auf keinen Fall matschig wie manche Blumenerde werden.
    Denn viele Blumenerde bestehen aus Torf. Dieser zersetzt sich relativ schnell und die kleinen Torfstücke verdichten nun das Substrat, so daß es sich am Ende mit Wasser so voll saugt wie ein Badeschwamm.
    Die Erfolge sind dann, daß die Wurzeln der Zitruspflanzen, die doch gern etwas mehr Luft haben möchten, hier nun unter Luftabschluss leben.
    Da kommen dann rasch Schwefelbakterien dazu, so daß nun Fäulnisprozesse anlaufen, die dann meist die Wurzeln schädigen. Diese kleinen Schäden sind dann Angriffflächen für parasitäre Sekundärinfektionen, wie z.B. Phytophthora
    Phytophthora kennt der Gärtner als Kraut- und Braunfäule von den Tomaten und weiß, wie hartnäckig diese Pilzzeug ist. Bei Zitrus ist das nicht anders, und es kann schlimmste Schäden anrichten, wenn man da nicht aufpasst. Das geht echt schnell.
    Daher nehme ich lieber ein Erde aus Holzfaser und Laubkompost. Da gibt es tolle Produkte in der Zwischenzeit.
    Das tollste Produkt ist die Gabi Zitruserde. diese enthält zwar auch Torf, hat aber soviel grobe Faseranteile, da ist ein Verschlämmen und verdichten kaum möglich. Die anderen Erden, wie Substral oder Neudorff sind ohne torf, aber eben auch sehr gut.
    Und nun mischt man etwas gröberes am Besten unter, was sich eben nicht so rasch zersetzen könnte, wie eben etwas Feinkies. Das ist so körngröße zwischen 2 bis 6 mm Durchmesser. Sind also zum Teil auch kleinere Steinchen dabei. Passt sehr gut. Man kann auch Grobsand nehmen, der ist so um die 1 bis 2 mm Korngröße, also Spielkastensand ohne Feinanteile.
    Das ist dann je nach Pflanzgröße mehr oder minder wichtig.
    Bei einem großen Versailer Kübel mit bis zu 2 Kubimeter Volumen, nunja, da nimmt man dann doch eher den Feinkies, aber auch etwas Splitt um eine Erde locker und luftig zu bekommen. Mischen tut man das dann mit der üblichen vom Bau bekannten elektrischen Betonmischmaschine, sonst wird das nix.
    Für den kleinen Topf reicht ein Tischfach oder einer der üblichen Eimer und die Pflanzkelle. Ja und das nimmt man dann Grobsand für die kleineren Töpfe oder Feinkies für die größeren Kübel... Schöne homogene Mischung anrühren und gut einsetzen.


    Yes, ich meine mit Splitt das Zeug vom Strassebau: Blau-Grau-Schwarz, recht scharf und grobkörnig.
    Das gibt es aber auch als normalen Kies, also eine Mischung aus Quarziten, wie z.B. beim bekannten "Oberrheinkies". Also Flusskies ist so ein Zeug.
    Und die Bezeichnung Grobsand, Feinkies und Mittelkies (Splitt) sind dann für doe Korngrößen maßgeblich.

    Wenn also der GaLa Bauer Trittsteine legen soll, muss er auch daraunter eine Tragschicht machen. für eine große Fläche nimmt man sogenannten Mineralbeton, eine ungesiebte Mischung von meist Basalt oder Granitbruch bis ungefähr 6 cm große (Bruch-)Steine. Das verdichtet man, darauf kommt dann Splitt, oder Mittelkies und schon kann man seine Platte einlegen. Soll das echt stabil werden, nimmt man Feinkies mit etwas Zement und verdichtet den Trittstein gut.
    Und schon daher gibt es verschiedene Sand und Kiessortierungen, und die kann man auch kaufen...

    Daher für kleinere Töpfe eher den Grobsand, für größere Kübel eher den Feinkies.

    Blumenerde aus dem Baumarkt finde ich wie gesagt nicht klasse, was nahezu reiner Torf. Muss nicht sein, braucht mir persönlich gerade in der kühlen Jahreszeit zuviel an Gefühl beim Gießen.
    Kriegste nicht gebacken.
    Dann lieber ein weniger Wasserhaltendes Substrat, dafür im Sommer zweimal am Tag gießen, aber im Winter keine Probleme, weil es gut drainiert und somit mehr Luft an die Wurzeln läßt und nicht so rasch verdichtet....

    Klar geworden?

    Wenn du aber mit Blumenerde klar kommst, okay... ich persönlich habe da nichts gegen, es muss ja jeder selbst wissen


    ja soweit alles in ordnung , habe nämlich ne menge umzutopfen !! Habe mir heute im aldi eine chinotto und eine zitrone gekauft , bin gleich hinn als sie aufmachten und hatte freie auswahl , wirklich zwei ganz tolle exemplare !!
    Wie siehts eigentlich mit zb buchespäne in der erde aus , ich habe die tage holz gemacht und ne menge richtig schöner buchenspäne !? Mögen das citrusse ?


    NICO
     
    richtig schöner buchenspäne !? Mögen das citrusse ?

    Die müssen vorkompostiert werden.
    Sonst beginnen diese in der Pflanzerde zu kompostieren, und entziehen damit Unmengen an Nährstoffe, zudem wirken diese wie Magneten auf Zersetzungspilze und andere Stoffe, die einfach die Buchenspäne zersetzen wollen.

    Also, Buchenspäne am Besten vorkompostieren, dann ist das Prima. Mit Kokosfasern vermengt, ist das ein Grundstoff mehr, für eine eigene Erdmischung.
     
    Die müssen vorkompostiert werden.
    Sonst beginnen diese in der Pflanzerde zu kompostieren, und entziehen damit Unmengen an Nährstoffe, zudem wirken diese wie Magneten auf Zersetzungspilze und andere Stoffe, die einfach die Buchenspäne zersetzen wollen.

    Also, Buchenspäne am Besten vorkompostieren, dann ist das Prima. Mit Kokosfasern vermengt, ist das ein Grundstoff mehr, für eine eigene Erdmischung.


    :cool::cool: spitzenmässig erklärt danke dr !! Aber ich lass das lieber , habe kein komposter !! Dann mach ich lieber die wohnung damit warm !!:cool:
     
    Kurz meine Meinung zum Thema: so wie du es beschrieben hast kann es nicht ur die Erde sein, sondern auch die Zitrusspitzendürre. Von Buchenspänen würde ich dir dringend abraten!
    Georg
     
  • Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Das klingt kompliziert - mal sehen, ob ich das hinbekomme. Mich wundert nur, dass der andere Baum genau die gleiche Erde hat und gut dasteht. Das Blätterabwerfen ging ziemlich plötzlich dann los, als ich die Bäume im Herbst reingeholt habe. Deswegen hätte ich vermutet, dass es an Licht, Temperatur etc. liegt. Kann es das auch sein?

    Es kann auch einfach nur Streß sein, durch den Standortwechsel, die eine Pflanze steckt das weg, die andere zickt rum.

    Überprüf die Wurzel, wenn ok, wars der Stress.

    Liebe Grüße
    Petra, die das so einfach sieht
     
  • Kurz meine Meinung zum Thema: so wie du es beschrieben hast kann es nicht ur die Erde sein, sondern auch die Zitrusspitzendürre. Von Buchenspänen würde ich dir dringend abraten!
    Georg

    HALLO GEORG :cool:

    Welche beschreibung meinst du jetzt ?
    Das mit den spänen h:cool:abe ich ja schon verworfen , ich dachte nur das ich sie nehmen kann !! Aber dr sagte die müssen vorkompostiert werden un:cool:d da ich keinen komposter habe verheize ich sie lieber !8-)

    NICO
     
    seid bloß nicht so zimperlich mit den Zitrussen, die sind sowas von robust!!!!

    Liebe Grüße
    Petra, die nie was mit denen macht, außer mal ne Düngergabe
     
    ...sondern auch die Zitrusspitzendürre....

    Woaha.... wo haste denn das
    ghost.gif
    ausgegraben?
    Zitruspsitzendürre, auch Mal Secco bekannt. Bevor man hier mit so einem Ding rumwirft, und diese Mutmaßung in den Raum wirft, hätte ich gern erfahren, wie denn der Zyklus der Krankheit aussieht. Also welcher Erreger, wie befällt er die Pflanze, wie verbreitet er sich und so einen Kram.
    Es gibt nämlich bücher, die schreiben auch so einen Scheiss und alle Welt glaubt es, kann aber Mal Secco dann nicht mal von Botrytis unterscheiden, oder Mal Secco von Phytophthora....

    Also Georg, bevor Du mit solchen Krankheiten kommst, und dies hier einbringst, muss das Fachwissen sitzen, um überhaupt davor warnen zu können. Die meisten können nicht mal einen Salzschaden von Eisenchlorose unterscheiden und schreiben bei gelben Blätter was von Eisenmangel... Hallo?
    Warum immer gleich das große Gespenst im Munde führen, wenn man nur eine Kellerassel gesehen hat?

    Übrignes: Laut Richtlinien 92/34/EU und 93/48/EU wäre ein Inverkehrbringen von Pflanzen mit einer Infektion der Zitrusspitzendürre verboten und damit macht sich der Verkäufer, Spediteur, Zwischenhändler und der Erzeuger strafbar. Und dabei verstehen die EU Behörden Null Spaß. Das geht dann rasch in einige 100 TEuro.

    Also, vor nicht warnen was man nicht kennt, denn auch verschiedene Viren könnten die gleichen Symptome auslösen... doch man hat es nur dann nötig, diese zu nennen, wenn man diese auch sauber bestimmen kann.
     
    Wie schauts aus mit reiner kokos erde oder soll da noch was dazu , wenn ja was !! Will morgen in den gartencenter , ich möchte alle meine citrusse umtopfen bzw substrat wechsel !! Die ausm aldi ganz dringend , die stehen in einem lehmsumpf das es nicht mehr schön ist !! Das grenzt an Vergewaltigung :mad:


    lg nico
     
    Hallo,
    klar ginge auch reine Kokoserde. Muss kein Sand dabei. Ich habe diesen nur gern dabei, wegen der 'mineralischen' Anteile.
    Das muss aber nicht sein, ich find's gut.

    Wichtig: Die meisten dieser Kokospressblocks sind nicht gedüngt. Daher muss man, nachdem der Block durch Quellen mit heißem Wasser (geht dann schneller - das quellen) zu krümeliger Erde 'gemacht' wurde, sollte man daher einen organischen Volldünger zumischen. Welcher ist egal, Dosierung nach Angaben auf der Dünger Packung.
    Ich habe einen 25 Kilo Sack FertoFit von Neudorff für solche Mischungen. Andere nehmen Terragon/Hümix oder Cuxin. Auch Oscorna Animalin ginge, nur muss man hier wieder extra Kalum zudosieren, daher nehme ich den FertoFit, weil alles drinne, und auch die Zusammensetzung ist recht passend für Zitruspflanzen.

    Dazu einen normalen Gartenkalk, wegen dem pH-Wert. Das muss sein, ohne Kalk sackt sonst der pH-Wert rasch in Richtung sauer und zu sauer führt zu Salzschäden an Wurzeln und Blättern. Also, pro Liter rund einen Esslöffel Gartenkalk beimischen, als Puffer.

    Also: Kokosblock, organischer Volldünger, etwas Gartenkalk.. damit beginnt der Baukasten "Gute Kübelpflanzen-Erde - selbst gemacht"

    Weitere Zuschlagstoffe, nach Gusto sind: Feinkies oder Grobsand, Seramis oder etwas Splitt.
    Vorkompostiertes Rindenschrot oder vorkompostierte Sägespäne gehen auch als Zuschlagstoff.
     
    Ich habe meine Citrus-Pflanzen in ein Substratgemisch aus 7 Litern Kokuhum, 4 Litern Blähton und 7 Esslöffeln Gartenkalk getopft (angelehnt an Wiki Sicherung zum Online Forum Limette Online). Dazu bekam jede Pflanze 2-4 Compo Düngestäbchen, die (laut Packung) auf für Zitruspflanzen geeignet sind.
    Ich hoffe, in diesem Substrat ergeht es meinen Pflanzen gut. Reichen die Düngestäbchen als Dünger aus, oder braucht es unbedingt einen organischen Dünger?
     
    Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
    Woaha.... wo haste denn das
    ghost.gif
    ausgegraben?
    Zitruspsitzendürre, auch Mal Secco bekannt. Bevor man hier mit so einem Ding rumwirft, und diese Mutmaßung in den Raum wirft, hätte ich gern erfahren, wie denn der Zyklus der Krankheit aussieht. Also welcher Erreger, wie befällt er die Pflanze, wie verbreitet er sich und so einen Kram.
    Es gibt nämlich bücher, die schreiben auch so einen Scheiss und alle Welt glaubt es, kann aber Mal Secco dann nicht mal von Botrytis unterscheiden, oder Mal Secco von Phytophthora....

    Also Georg, bevor Du mit solchen Krankheiten kommst, und dies hier einbringst, muss das Fachwissen sitzen, um überhaupt davor warnen zu können. Die meisten können nicht mal einen Salzschaden von Eisenchlorose unterscheiden und schreiben bei gelben Blätter was von Eisenmangel... Hallo?
    Warum immer gleich das große Gespenst im Munde führen, wenn man nur eine Kellerassel gesehen hat?

    Übrignes: Laut Richtlinien 92/34/EU und 93/48/EU wäre ein Inverkehrbringen von Pflanzen mit einer Infektion der Zitrusspitzendürre verboten und damit macht sich der Verkäufer, Spediteur, Zwischenhändler und der Erzeuger strafbar. Und dabei verstehen die EU Behörden Null Spaß. Das geht dann rasch in einige 100 TEuro.

    Also, vor nicht warnen was man nicht kennt, denn auch verschiedene Viren könnten die gleichen Symptome auslösen... doch man hat es nur dann nötig, diese zu nennen, wenn man diese auch sauber bestimmen kann.

    Hallo Citrusdoktor!

    Soll dein Name schon darauf hinweisen das nur du das Wissen hast? Ich habe schon gehört, dass in manchen Foren sich Leute Produzieren und ewig lange Beiträge schreiben um sich schön darzustellen.
    Ich habe nur eine Vermutung geäußert und hatte schon selbst die Spitzendürre vor Jahren an einigen Pflanzen. Die Syptome die beschrieben wurden, treffen auch auf die Spitzendürre zu, die auch wirklich nicht selten ist. Jeder der länger Zitruspflanzen hat, hat irgendwann mit diesem Problem eventuell zu kämpfen. Ich habe mit diesem Problem mal mit Herrn Tintori gesprochen, dessen Fachkompetenz du ja wohl nicht anzweifelt und erhat mir geholfen die Diagnose zu stellen. Ich muss deshalb aber nicht die genaue Definition dieser Krankheit kennen, für mich sind meine Citrus eine Fruede und Hobby und ich möchte mich nicht si anmachen lassen von solchen Beiträgen wie deinen. Bist du vielleicht der Steffen Reichelt, der hinter Citrusdoktor steckt, dann wäre der Beitrag nicht verwunderlich.
    Salut
    Georg

    Übrigens habe ich nicht vor der Krankheit gewarnt, sondern nur als Gedankenanregung in das Posting geschrieben.8-)
     
    Soso.. mit Hr. Tintori ;)
    Fachkompetenz, aus einem Zitrusanbaugebiet.. na klar, weil in der Toskana ja auch so viele Zitruspflanzen draussen stehen dürfen.

    Weißte, bevor jemand schreit: Zitrusspitzendürre, sollte er wissen, welche Pflanzen befallen werden können und wie schlimm das werden kann.

    Es ist schon toll, daß Hr. Tintori etwas in seinem Buch publiziert hat und dann auch noch Leute, die nicht den Hauch Ahnung haben, sofort eine Diagnose stellen oder eine Diagnose in den Raum werfen, ohne näheres über diese Krankheit zu kennen.

    Und natürlich: Du möchtest Dich doch auch publizieren, oder warum führst Du Krankheiten wie Mal Secco, wie die Spitzendürre international genannt wird, so frei im Munde?
    Soll das wichtig klingen, lieber Georg?

    Sollte jemand Fragen haben, kann ich ein wenig über diese Krankheit und deren Verlauf erzählen.

    Und ich bin dafür, bevor man eine Krankheit nennt oder ausspricht, also ein Gespenst in den Raum schmeißt, sollte man in der Lage sein, es zu diagnostizieren.
    Denn schau Dir bitte mal Citrus Tristeza Virus an und versuche das mal auseinander zu halten!
    Ich glaube, keiner von uns hier wäre wirklich in der Lage, Unterschiede zu diagnostizieren.
    Und mein lieber Georg: Schön das Hr. Tintori Dir geholfen hat. Wenn nur eine seiner Pflanzen von diesem Erreger, also Mal Secco, befallen sein sollte, ich würde höchst persönlich Hr. Tintori bei der italienischen Agrarbehörde anzeigen!!!!
    Denn er würde damit eindeutig gegen geltendes EU Recht verstoßen und Brüssel kennt da keinen Spaß.

    Wir können daher davon ausgehen, daß Pflanzen, die wir im Handel erstehen, sauber und gesund sind.
    Also ist dein Einwand und Einwurf eine Sache, die ich persönlich mit Wichtigtuerei betiteln würde, wenn mein Respekt vor Dir dies nicht verbieten würde.

    Den dies ist vortäuschen von Fachkompetenz, denn man wirft nichts in Rennen, was man nicht kennt.

    Achja: Bei Apfelsinen tritt selbst im kommerziellen Anbau im mediterranen Anbaugebiet unter absoluten Druckbedingungen des Erregers kaum ein Befall bei Apfelsinen auf.
    Es ist eher bei Zitronen, Bergamotte und Zitronat ein großes Problem, bei einigen Tangelos und Mandarinen ist der Befall sichtbar, aber nicht schlimm, und am wenigsten auffällig, oder überhaupt sichtbar bei Grapefruit und Apfelsine...

    Das zum Thema Wichtigtuerei, was ich als persönlichen Angriff werte. :-[

    Übrigens: Was Hr. Tinori Dir nicht verraten hat, ist das Mal Secco weder in der Toscana noch in Deutschland endemisch ist.
    Er kann also bei uns Pflanzen nicht befallen - der Erreger kommt bei uns nicht vor!!!!

    Daher interessiert sich z.B. in Brasilien und der USA kaum jemand für Mal Secco.

    Es ist witzig, daß Tintori es in seinem Buch erwähnt, weil auch in der Toskana der Erreger bisher nicht endemisch ist. Wer könnte diesen eingeschleppt haben?
     
    Zuletzt bearbeitet:
    so ich hol mir erstmal ne tüte chips und mach mir ein leckeres bierchen auf !!:D


    Mensch nehmt doch die sache nicht immer so bierernst , freunde !!:cool:
     
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