Wildstauden (stickstoffarm) düngen

Grünerwohnen

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16. Juni 2023
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Hallo Ihr Grünen Daumen.

Da ich ausschließlich und erstmalig Wildstauden auf meinem Balkongarten habe, stehe ich ( spätestens im Frühjahr ) vor der Frage: Wie bzw mit was genau dünge ich am besten stickstoffarm, wenn eine Düngergabe tatsächlich mal sein muss (Stichwort Kübel= begrenzter Raum)? Dass er eher stickstoffarm ist, ist umso wichtiger, da meine Wilden hier auch einiges an Wind aushalten müssen und zum Teil recht groß werden. Sie brauchen also eine gesunde Stabilität. Zudem möchte ich die Blüte anregen, nicht das Blattwachstum! Darum frage ich alle Gartenprofis: Welchen Dünger nehme ich da am besten?

Einen gemütlichen Start ins Wochenende,
Rebecca
 
  • Hallo,
    genügsame Wildstauden auf abgemagerten Böden brauchen eher keinen Dünger. Wenn doch, dann ist Kalium für einen stabilen Zellaufbau zuständig und Phosphor regt den Blütenreichtum an.
    Diese Vorgaben sollte jeder „popelige“ Balkonpflanzendünger erfüllen. Selten und in halber Konzentration verabreicht…..
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Gibts auch was Organisches mit weniger Stickstoff? Hornspäne und Schafwolle fallen ja raus, da sie ja wohl fast ausschließlich aus N bestehen. Wie sieht es mit anderen organischen Düngern aus? Wurmhumus? Rindenhumus? Kompost? Jauchen? Brauche da echt noch viel Nachhilfe :sneaky:
     
  • Ich kenne keinen organischen Dünger, der Stickstoffarm ist. Es gibt welche, die mal mehr Kalium haben, mal mehr Phosphor. Aber viel Stickstoff haben sie alle, soweit mir bekannt…..zumal die Anwendbarkeit von organischen Düngern in Kübeln begrenzt ist. Es fehlt das Bodenleben, dass organische Dünger zersetzt und damit erst Verfügbar macht. Ausnahmen hier wären Pflanzenjauchen.

    Vielleicht sagst du mal, von welchen Wildstauden wir da überhaupt reden?
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Hallo,

    um welche Pflanzen geht's denn eigentlich? 🤔
    Organisch düngen funktioniert auch in Töpfen sehr gut.
     
    Oh Mann, wenn ich die alle aufzählen muss:LOL: Z.B. sind dabei: Steppen-u. Wiesensalbei, Witwenblumen, Glockenblume, Flockenblume, Labkraut, Natternkopf, Teufelsabbiss, Huflattich, Karthäuser-u. Sandnelke,Wiesenmargerite,........Die Wilden stehen erst seit diesem August in einem selbst gemischten, mageren und sehr durchlässigen Substrat, so dass ich ans Düngen vermutlich erst nächsten Sommer denken muss, wenn die Nährstoffe aufgebraucht sind. Das möchte ich unbedingt organisch tun, brauche aber keine Stickstoffbombe.Freue mich über jeden Tipp hierzu !!!
     
  • Also bei denen, die ich kenne, würde ich von einer Düngung abraten. Das sind zum Teil Pflanzen, die auf mageren Standorten angesiedelt sind und NUR dort blühen.
    Darunter fallen
    Salbei, Natternkopf, Sandnelke, Glockenblume, Wiesenmargerite.
    Die würde ich nicht düngen, ggf. dann eher mal in frisches Substrat setzen.
    An Pflanzenjauchen ist Beinwell und Giersch Kaliumbetont, Ackerschachtelhalm enthält viel Kieselsäure, was für die Zellstärkung und allgemeine Pflanzengesundheit gut ist.
    Kaffeesatz enthält zwar viel Phosphor, macht aber auch das Substrat sauer, was nicht alle Pflanzen vertragen.
     
    …Organisch düngen funktioniert auch in Töpfen sehr gut…
    Genau und das sogar bei rein mineralischen Substraten. Die viel bemühten Bodenlebewesen sind nicht erforderlich.
    Die Mineralisierung organischer Dünger erledigen die Mikroorganismen, die millionenfach in unserer Umgebungsluft hausen.
     
    Dann bestätigt ihr eigentlich mein Bauchgefühl, das mir gesagt hat, lieber einmal pro Jahr das Substrat erneuern als zu düngen. Wobei ich mich da frage, ob es tatsächlich nötig ist, das alte Substrat komplett zu entsorgen statt es vielleicht wieder zu reaktivieren, indem man etwas untermischt? Wenn ja, dann mit Kompost oder Wurmhumus?
     
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