Wer baut 2014 Pilze an?

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Hallo,

Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen (und auch schon angefangen) Speisepilze anzubauen. Schattige Plätze hat ja fast jeder im Garten und viele Pilze nehmen sogar so wenig Platz in Anspruch, dass man es sogar auf dem Balkon im Kübel hinbekommen kann. Außerdem ist die Auswahl in den meisten Supermärkten oft beschränkt, meistens findet man nur Champignons und wenn es mal andere Pilze gibt, sind sie recht teuer und manchmal auch in fragwürdigem Zustand :( Selber sammeln birgt immer die Gefahr, dass man sich doch einmal versieht und sich dann doch mit dem Herrn vom Giftnotruf oder der Kloschüssel anfreunden kann. Darum: Selbst ist die Frau :D

Ich habe bereits Erfahrung mit beimpften Substratbeuteln im Keller gemacht, das funktioniert recht gut und erfordert sogar recht wenig Aufwand, allerdings ist der Preis von solchen Fertigmischungen gemessen am Ertrag wohl höher, als wenn man es draußen mit Körnerbrut auf langlebigerem Substrat macht. Dann soll man nicht nur Monate, sondern Jahre was von den Pilzen haben. Ich habe Ende Februar frische Pappelstämme (ca. 80 cm lang, Durchmesser etwa 20-25 cm) mit der Schnittimpfmethode und Austernpilz-Körnerbrut beimpft (also Löcher reingesägt, mit Körnerbrut vollgestopft, zugeklebt, in einen Mülltüte gesteckt und zum durchwachsen in die Waschküche gestellt und Ende April werden die Stämme eingegraben und im Herbst gibts dann hoffentlich die ersten Austernpilze). Neben den Austernseitlingen möchte ich noch Braunkappen in einem Pilzbeet anbauen, damit werde ich aber wahrscheinlich erst Anfang April anfangen.

Wer baut auch Pilze an, oder hat Erfahrungen mit dem Pilzanbau und hat Anregungen? Ansonsten dient dieser Thread zum "anfixen" :D

LG Wiesenschaumkraut
 
  • Hallo Pilzfreundin,:cool:
    wir bauen auch Pilze auf Baumstämmen an. Ich bin schon ganz gespannt!

    Letzten März haben wir Buchen und Hainbuchen mit Austern, Shitake und Zitronen-Austern geimpft, im Spätherbst hatten wir dann unsere erste Ernte von den Austernseitlingen.
    Shitake brauchen angeblich etwas länger...

    Wir haben eineige in Keller (denn schön feucht) mit der Hoffnung es würde auch im Winter was wachsen, war aber leider nicht so, einige sind eingegraben und wieder einige Stämme sind im Gewächshaus, auch mit Hoffnung auf schnelleres wachsen.....
    Für mehr Feuchtigkeit haben wir uns jetzt überlegt einige Löcher von oben rein zubohren, damit das Wasser etwas länger stehen bleibt, mal schauen was das bringt!

    Ob ich noch Wiesenpilze anbaue dies Jahr....mal gucken wie ich Zeit hab!

    Grüße
    Katja
     
  • Shitake und Austernpilze finde ich hier leider nie im Wald.
    Und ich esse sie das ganze Jahr und am liebsten täglich!:D:D
     
  • Hmm, man muss ja nicht alles haben :-)
    Der gute alte Steinpilz ist mir lieber :-))
     

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    Na das sieht aber lecker aus, soviele Steinpilze habe ich nur selten gefunden.:cool:
    Das sammeln ist schon toll, aber es ist auch sehr abhängig von dem Sammelort und wieviele da so rumsammeln.

    Ich freu mich auf meine Shitake, keine Frage.
    Dazu lebe ich vegan und Pilze sind mir der allerliebste "Fleischersatz"::)
    Gruß Katja
     
  • @Holzdidi Das sind echt ne Menge Pilze auf deinem Bild und auch noch Steinpilze?! Respekt. Hier in der Nähe findet man eher weniger was und wenn dann eben eher angefressene Maronen :rolleyes:

    @vkatja Hab gelesen, dass Shiitake erst im zweiten Jahr richtig wachsen.
    Solange ihr nicht zu altes Holz (also vor dem beimpfen maximal 3 Monate "tot") sollte die Feuchtigkeit doch ausreichen, vielleicht reicht es ja auch mit so einer Blumenspritze ab und an etwas Wasser zu vernebeln. Wenn du vor dem Herbst ernten willst (Panierte Austernpilze :D ich liebe sie!), dann versuch doch mal zusätzlich was mit schneller durchwachsendem Substrat, was in Richtung Sägespäne/Kleintierstreu/Stroh befeuchten, in eine durchlöcherte Mülltüte tun, mit Körnerbrut beimpfen und dann in eine Wanne packen. Ich warte gerade auch sehnlichst darauf, dass die "Köpfe" meiner Pappelstämme weiß werden, dann heißt es eingraben :D
     
    unser Holz war nicht zu lange tot
    und einer Herbsternte hatten wir ja bereits.
    Die Shitake sind jetzt im zweiten Jahr, bin mal gespannt wann die los legen..FREU FREU FREU!!

    Mit der Feuchtigkeit ist es ja relativ, dieses Jahr war es sehr trocken bis jetzt.
    Weiß sind die Stämme und auch schon lange in der Erde...nur noch etwas Geduld,
    ich werde berichten.

    Substratbeutel will ich jetzt nicht mehr anfangen, wir haben wirklich viele Stämme geimpft, halt noch etwas warten.:cool:
     
    :D Herzlichen Glückwunsch! Wie "alt" sind die Stämme im Gewächshaus? Haben die vorher schon mal gefruchtet?

    Ich muss mich wohl noch ein bisschen gedulden, aber die Stämme riechen schon eindeutig nach Pilz (und glücklicherweise nicht nach Schimmel) und der "Experimentiertopf" mit alter Substratbrut, Stroh und einem angeritzten Stamm ist durchwachsen :) . Gestern habe ich ein Braunkappen Pilzbeet in einem 40 Liter Mörtelkübel mit Stroh, Holzhäckseln und Erde angelegt und ein Zweites unterm Kirschbaum auf der Erde. Irgendwie bin ich versucht mir auch noch Parasol-Brut zu besorgen, die sollen sich auch gut zum panieren eignen.
     
  • Die Stämme wurden letzten März geimpft und es waren die ersten Pilze an diesen Stämmen, aber immerhin schon ein gutes Kilo und das ist ja nun erst der Anfang!:cool:

    Braunkappen würden mich auch noch reizen, mal gucken....bin aber gespannt wie es bei dir weiter geht!!
    Grüße
    Katja
     
  • Ein gutes Kilo ist doch schon klasse :D Wie schlägt sich der Shiitake?
    Ich muss mich wohl noch etwas gedulden mit meinen Austernpilzen. Auf die Braunkappen bin ich super gespannt, vielleicht habe ich ja im Juni schon die erste Ernte?
     
    Jooh..ich muss zugeben ich bin etwas angefixt worden....
    Habe aber auch schon ne weile schitake auf Eiche ,aber neulich stand ich im Dehner vor der Limonenausternbrut und die passte locker in meine Hand um sie mitzunehmen und mal wieder anzubauen.
    Allerdings auf Esche ,also nicht gerade das bevorzugte Holz.

    Neue Stämme (am Besten Eiche) habe ich mit alten ausgelaugten schitakestämmen angefixt:grins:.
     
    Mein Champiosnset hat laaaange vor sich hergekümmert. In dieser Woche konnte ich allerdings schon 600Gr. ernten und die Kiste trägt noch einige Pilze - locker och mal 600Gr. Ob das anhält wäre zu hoffen.

    Heute habe ich mir eine Kiste Braunkappen gekauft.. ich konnte nicht vorbei :rolleyes: Die lasse ich aber bis nach Ostern stehen und packe sie erst dann aus.

    PS: Mit Baumstämmen kenne ich mich leider nicht aus... irgendwie war es mir bisher zu hoch, aber ich wäre dafür auch zu haben :d:d
     
    @Melonenhätschler: Limonenaustern sind auch nicht verkehrt. Wie lange hast du die Shiitake schon? Wie viel erntest du so ungefähr im Schnitt? Ansonsten

    @Sarkuma Bei diesen fertigen Kisten hast du irgendwann eben das Problem, dass die Pilze das Substrat "aufgefressen" haben, dann gibts irgendwann keine neuen Erntewellen mehr. Du kannst die Brust in dem Kasten aber zum Teil echt gut weiterverwenden, also wenn keine Ernte mehr kommt, dann kannst du den Inhalt der Box auch einfach auf feuchtem Stroh und etwas Kompost (als neues Substrat) mit einer Deckschicht aus Erde "im Garten aussetzen" (oder eben in einem größeren Gefäß, z.B. Maurerkübel auf dem Balkon/Keller).
    Herzlichen Glückwunsch zu den Braunkappen :D Ich bin wahnsinnig gespannt, ob es bei mir was wird.
    Stämme beimpfen ist eigentlich gar nicht schwer, es gibt dazu sogar ein altes Hobbythek Video auf Youtube, in welchem statt einer Motorsäge eben 'ne Bohrmaschine verwendet wird. Ich glaube es kommt wirklich am ehesten darauf an, dass man recht frisches Holz hat (Am besten nicht Älter als drei Monate, fünf Monate sollen auch noch gehen. Grund dafür ist, dass der Stamm dann womöglich schon mit einem anderen Pilz "besetzt" ist, also bieten sich wahrscheinlich eher Herbst, Winter und frühster Frühling an um mit Pilzzucht auf Stämmen anzufangen, weil im Frühling und Sommer ja keine Bäume geschlagen werden dürfen) und gute Pilzbrut (es gibt z.b. diverse Shops auf Am...n). So viele Gedanken über Sterilität muss man sich nicht wirklich machen, wenn man fertige Brut kauft (Körnerbrut, oder Substratbrut). Man kann das Werkzeug mit welchem man die Brut in die Löcher im Holz stopft vorher einfach ein bisschen mit Feuerzeugbenzin abwischen, das reicht. Außerdem sollte das Holz zum Pilz passen, Austernseitlinge und Shiitake bevorzugen z.B. Laubgehölze.
     
    Also insgesamt so ca.10 Jahre ( ?) den Pilzstamm (Klon) vom Schitake,eher weniger.
    Die Erntemenge soll ja bis 20% (oder waren es 10% ?) vom Holzfrischgewicht sein.Hab ich nicht gewogen,kommt aber gut hin. Damit man aber unbekümmert erntet,sollten die Schnecken tunlichst aussen vor bleiben.:grins:
    Vom LImonenpilz hab ich mal etwas Mycelfitzel und Sägemehl zusammen inner Petrischale vergesellschaftet,ergibt vielleicht ja neue Brut....hoffen...
    Gruß
     
    @Melonenhätschler Fast 10 Jahre ist doch wahnsinnig gut. Das "Mycelfitzel-Experiment" ist auch spannend. Sägemehl bietet ja eine gute Angriffsfläche. Hast du auch Erfahrung mit Sporenabdrücken, oder ist dir das (Wie mir auch :d ) zu aufwändig?

    Hier ist einer meiner Stämme, (sofern ich das mit dem Hochladen richtig gemacht habe) die ich im Februar mit Austernpilz-Körnerbrut beimpft habe. Das Mycel wächst auf der Schnittstelle, Ich glaube, Ich habe gewonnen :D

    SDC14397.webp
     
    Heute wieder ca 1 Kilo Austernpilze geerntet,:cool: von denen die draussen stehen....
    im GWH wird es wohl schon zu warm...wir werde sie raus stellen, mal schauen was dann passiert!

    Grüße von einem Pilzfan
    Katja
     
    Sieht schon gut aus die Schnittstelle aber solange die nicht vollständig besiedelt ist kann sich noch was anderes ansiedeln.Du warst wohl etwas geizig mit der Brut.
    :grins:. Ich habe erst die letzten 4 Impfdübel versenkt und das Holz ist etwas zu trocken.Das Petrimycel wird wird wohl auch nichts werden.
     
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