Was haltet ihr von diesem Tomatenhaus?

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31. Mai 2011
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Hallo,

möchte dieses Jahr mal meine Tomaten "behausen".

Aber wer die Wahl hat, hat die Qual...

Was ist den von diesem Häuschen zu halten?

tomatenhaus.webp

Länge: 3,50m
Breite: 2,00m
Höhe: 2,00m
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Das sieht genauso wie meins aus. Ich finde das ganz gut, es hat den letzten Sommern gut überstanden, gut ist, dass es von beiden Seiten aus geöffnet und so gut belüftet werden kann. Es wird wohl noch diesen Sommer halten, dann muss man mal weiterschauen. Ewig hält die Folie nicht... Achja, es ist ja recht niedrig, daher macht es sinn die Tomaten zwei- bis dreitriebig zu ziehen damit die ausreichend tragen.
     
    Das habe ich befürchtet - mit der Folie...
    Und wie "haltbar" ist das Gestänge? Fällt das beim kleinsten Windstoß zusammen?

    Also ich hätt da schon gern etwas, was nicht nur 1-2 Sommer hält.
    Und abbaubar sollte es sein.
    Und nicht sooo teuer sein (also kein Glasgwächshaus für mehrere 100Euronen).

    Was könnt ihr mir da empfehlen?

    Die Fläche währe ca. 4x2m.

    Und wieso ist eine Höhe von 2m zu niedrig?
     
  • Naja, aber wenn du schreibst, daß die Folie mal gerade 2 Jahre hält, dann ist das aber ein teueres Vergnügen.

    Das Tomatenhaus kostet 100 Euro - dafür kann man ne Menge Bio-Tomaten kaufen.
    Und wenn dann noch alle 2 Jahr die Folie erstehtzt werden muss...

    Reicht eigentlich auch ein "Dach über dem Kopf" oder ist ein ganzes "Haus" schon besser für die Tomaten?

    Oder anders ausgedrückt: wie gehdeihen die Tomaten am besten? Mit Haus oder nur mit Dach oder mit nix überm Kopff?
     
    Am besten Wachsen Tomaten in Sonne und Wärme, das Dach ist da eher kontraproduktiv, weil es Licht wegnimmt.
    Sinn von Haus und Dach ist es, daß die Blätter nicht feucht werden, weil die Taomaten dann Braunfäule bekommen. Da reicht eventuell ein Dach und zwei Seitenwände in Hauptwindrichtung, ganz zu muß das nicht sein. Aber die Konstruktion sollte Sprühregen bei Wind auch berücksichtigen. Regen kommt ja nun eher selten genau senkrecht von oben. Bei ganz geschlossener Bauweise steigt in unbeheizten Gewächshäusern besonders nachts die Luftfeuchtigkeit auch auf Werte, wo die Braunfäule zuschlägt, da muß man gut lüften.

    Ammortisieren tut sich sowas eh nie, gegen die kommerziell in riesigen Plantagen angebauten Früchte kommt man preislich nicht gegenan. Aber geschmacklich ist es das wert und es ist halt ein Hobby, für das man Geld ausgibt. Mein Eigenbau aus Holz, Wellplastik und Folie, Regenrinne schlägt mit 300€ zu Buche, ist dann aber hoffentlich was für Jahrzehnte.
     
  • ... daß die Blätter nicht feucht werden...
    Kann man dazu nicht einen Großteil der Blätter einfach abschneiden - oder schadet das den Tomaten?

    Mein Eigenbau aus Holz, Wellplastik und Folie, Regenrinne schlägt mit 300€ zu Buche, ist dann aber hoffentlich was für Jahrzehnte.
    Hast du da mal bitte ein Bild? Ich überlege auch noch ob ich (wenn überhaupt ein Haus drüber kommt) das ggf. selber bastle.
     
    Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

    Blätter entfernen: Das Entfernen von Blättern ist für die bessere Durchlüftung des Tomatenbestandes
    und somit vorbeugend gegen Pilzkrankheiten empfehlenswert. Allerdings
    dürfen nicht zu viele Blätter entfernt werden, da sonst die Assimilationsrate geringer
    ist
    , was negative Folgen für Fruchtfestigkeit, Haltbarkeit und Geschmack hat. Ein
    höherer Anteil Blätter bringt süßere Früchte. Deshalb die Blätter erst kurz vor der ersten
    Ernte bis zur ersten, später bis zur zweiten Traube entfernen.
     
    Ich hab bei meinen Rispentomaten im letzten Jahr die Blätter von unten ab gemacht, wo die Rispen schon abgeerntet waren. Die sind dann eber eh gelblich geworden.
     
    Wenn die zu sehr wuchern kann man auslichten, um besser zu durchlüften. Unten kann man auslichten, damit die nasse Erde nicht an die Blätter spritzt beim giessen. Aber letztlich ernährt sich die Pflanze über die Photosynthese der Blätter, der Nährstofftransport ist getrieben durch die Verdunstung der Blätter, ohne Blätter überlebt die Pflanze nicht. Und auch der Stengel kann Braunfäule bekommen.

    Bilder vom Stand gibt es, wenn der endlich fertig ist. Ich komm zu nix, Kinder sei Dank...
     
  • Unten kann man auslichten, damit die nasse Erde nicht an die Blätter spritzt beim giessen.
    Bei uns wird neben jede Tomatenpflanze eine Literflasche (Plastik) eingebuddelt bei der der Boden abgeschnitten wurde. Dort hinein wird gegossen und so kann die Tomatenpflanze nicht nassgespritzt werden.
    Lieben Gruß
    Marianne
     
  • Unten kann man auslichten, damit die nasse Erde nicht an die Blätter spritzt beim giessen.

    Bei uns wird neben jede Tomatenpflanze eine Literflasche (Plastik) eingebuddelt bei der der Boden abgeschnitten wurde. Dort hinein wird gegossen und so kann die Tomatenpflanze nicht nassgespritzt werden.

    Ich "gieße" mit dem Micro-Drip-System von G*****a.
    Da kommt dann auch nix an die Blätter.

    Ich habe mich jetzt gegen das o.a. Tomatenhaus entschieden und werde nun doch selber eins bauen.

    Von dem her währe ich über Vorschläge, Bilder, etc. dankbar.

    Gruß
    blutegel
     
    Hmm... ich habe da mal nachgehackt: Die Folie kostet im Nachkauf "nur" 30€.
    Also qualitativ kann das nix besonderes sein... auf alle Fälle kein UV-Schutz.

    Ich vermute mal das das billigste China-Ware ist - oder?
    Und arg "stinken" dürfte das ganze auch (ist ja meinst so bei China-Ware) - oder?

    Nicht das man sich da ein Chemie-Häuschen über die Tomaten setzt
    und dann so die guten Bio-Früchte verhunzt!

    War kann hier mehr zum o.a. Tomatenhaus sagen?
     
    2m sind es nur an der Spitze, ein Stück rechts und links daneben wird es schon tiefer, ist ja gebogen. Wenn die Pflanzen ihren ersten Fruchstand in einer höhe von ca. 50-60 cm haben, ist das nicht viel... ich fand es im letzten Jahr nicht hoch genug und hab die Pflanzen 3-triebig wachsen lassen.
     
    Du lässt bei den Stabtomaten möglichst weit unten zwei Geiztriebe wachsen, da wachsen dann auch Früchte dran. Mit dem Haupttrieb sind es dann 3 Triebe. So kannst du die Erntemenge erhöhen.
     
    Was ich aber nicht verstehe:

    Man soll ja nicht zuviele Blätter entfernen, da sich die Tomate ja über die Blätter "ernährt".

    Wenn ich nun immer ausgeize mache ich doch nix anderes als das ich die Blätter schon im "Frühstadium" entferne.

    Oder versteh ich da was falsch?
     
    Nein, beim ausgeizen entfernst du nicht die Blätter, sondern Geiztriebe. Geiztriebe wachsen in der Achse zwischen Stamm und Blatttrieb. Die bilden komplett neue Triebe (wie der Hauptstamm) aus denen dann wieder Blätter, Fruchtrispen und neue Geiztriebe entspringen. Stabtomaten geizt man aus, da die sonst nur Triebe produzieren, aber nicht soviele Früchte. Die würden dann total wuchern. Bei Buschtomaten lässt man alles wachsen, da die eh nicht so hoch werden, also indeterminiert wachsen. Hier mal ein Foto einer meiner aktuellen Pflanzen, daran erkennt man den Geiztrieb gut:
    SAM_2054.webp
    In der Mitte ist der Stamm, davon geht das Blatt ab. Und dazwischen wächst ein, noch kleiner, neuer Trieb. Den macht man ab. Das Blatt (das links weitergeht) schneidet man nicht ab. Du kannst mal einen wachsen lassen, dann wirst du sehen, dass der bald aussieht wie der Hauptstamm.
    Lies dich aber bitte hier nochmal durch alte Threads (Suchfunktion), das wurde hier schon häufig und ausführlich beschrieben.
     
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