Rat bei Planung der Bewässerungsanlage gesucht

SlingShot

Neuling
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Hallo zusammen,

nach längerem Mitlesen in diesem schönen Forum habe ich mich die Tage endlich angemeldet. Ich wohne im sonnigen Baden in der Nähe von Karlsruhe, bin 41 Jahre alt und mache beruflich 'was mit Computer'.

Dieses Frühjahr steht die Neuanlage des Rasens an, und so stecke ich nun in der Planungsphase des Bewässerungssystems...

Bislang sind angedacht:
- Hunter PGP Ultra Getrieberegner
- Rainbird 100DV Ventile
- Steuerung mittels KNX/EIB Aktor

Grobe Platzierung der Regner wie folgt:

Garten_Web_02.png


Nun auch gleich meine erste Frage an die Profis: Macht das so halbwegs Sinn? Ich habe etwas Bedenken, ob die Hunter PGP Ultra bei einem Abstand von rund 6-7m gut funktionieren.


Alternativ könnte man die große Fläche anstatt zwölf mit nur sechs Regnern abdecken:

Garten_Web_Alternative_01.png


Was meint Ihr, ist es besser die Regner im unteren (7m) oder oberen (14m) Wurfbereich zu betreiben?

Grüße Michael
 
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  • Parzival

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    Moin Michael, die Profi Regenmacher scheinen hier alle noch im Winterschlaf zu stecken.

    Ich bin gar nicht sicher, ob ich zwischen "eins" oder "zwei" wählen würde. Zu bedenken gebe ich nur, dass für eine Wurfweite von 14 Metern auch ein gehöriger Wasserdruck von Nöten ist.

    In "eins" scheint mir die Regnerdichte sehr üppig bemessen zu sein. Vorbildlich geplant, was die Überlappung angeht! Aber man sollte im Auge behalten, dass diese Regner ja nicht wie "Laserschwerter" funktionieren und schon mal hier oder da mit etwas Rückenwind an die Hauswand oder die Terrasse spritzen.

    Wenn man die Regner auch nicht (ich weiß gar nicht, wie sich diese irrige Annahme überhaupt in der Welt verbreiten konnte) in die jeweilig äusserste Ecke einer Rasenfläche plant, dann ist das Überlappungskonzept auch wesentlich leichter zu realisieren.

    Also - nach meinem Empfinden hat "eins" Vorzüge, die aber noch einmal feinjustiert werden müssen.

    Was ich nicht verstehe (nimm's mir nicht krumm - Du machst es ja wie alle anderen auch): Warum kauft Ihr Euch nicht vor Planungsbeginn mal einen oder zwei Regner, die Ihr toll findet und spielt damit herum. Dann sieht man das Sprühbild - bekommt ein Gefühl für die Reichweite an der eigenen Wasserversorgung...

    Viel Glück
     

    SlingShot

    Neuling
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    Hallo Parzival,

    danke für dein Votum für #1, fühle mich bestätigt.
    13-14m sind kritisch was den Fließdruck angeht und sicher ist das ganze dann auch windanfälliger. Vorteil wäre die Verwendung der (blauen?) Standarddüsen und mehr Tauschmöglichkeiten fürs Feintuning.

    Dooferweise ist die nächst dichtere Unterteilung mit Regnern dann schon Variante #1 mit der doppelten Anzahl von Regnern und den drei 7.5m SR (ShortRange) Düsen. Bei nur drei Düsen hat man keine Tauschmöglichkeit mehr, denn für Viertel-, Halb- und Vollkreis werden genau diese drei benötigt.
    Weiters habe ich nirgends eine Aussage über die Verteilqualitäten der 7.5m SR Düsen gefunden.

    Ausgehend von Variante #1, bei der ich vermutlich die Reichweite etwas mit der Strahlstörschraube reduzieren muss, welchen Abstand der Regner vom Rand der Fläche würdest du empfehlen? Ich lese zwischen 10-80cm, habe aber keine Idee was der eigentliche Grund dafür ist.
    Größerer Abstand vom Rand ist hier ja gleichbedeutend mit stärkerer Reduzierung über Störschraube, bevorzuge also den geringstmöglichen Abstand vom Rand.


    Klar- alles vorher auprobieren wäre am Besten, keine Frage. Allerdings ist hierzu oft keine Zeit im großen Bauablauf einer Neuanlage vorhanden. In meinem Fall habe ich zwei Möglichkeiten:

    - In Ruhe alles ausprobieren und wenn ichs dann weiss was optimal wäre, letztendlich darauf zu verzichten, da zwischenzeitlich die Fläche fertig ist und Rasen wächst

    - Die eingeschränkte Zeit bestmöglich nutzen (z.B. indem ich hier um Rat frage) und versuchen gröbere Fehler zu vermeiden


    Grüße Michael
     
  • Parzival

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    Moin Michael,
    aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Du im ersten Wurf eine Bewässerungsanlage installierst, mit der Du nach zwei, drei Jahren wirklich zufrieden bist.
    Wobei – das ist letztlich auch eine Frage des Anspruchs.

    Warum man einen Regner niemals in die Ecke oder an den Rand „klemmt“?

    Eine lange Geschichte, die unter anderem vom verwendeten Regnertyp und der entsprechenden Wurfcharakteristik abhängt. In deinem Fall reden wir von Getrieberegnern. Obwohl es inzwischen Düsen gibt, die das Problem des unzureichend benetzten Nahfelds besser bewältigen, strebe ich doch immer an, dass sich die Regnerköpfe vom nächsten Regner erreicht werden. Die gewerblichen Regenmacher nennen das dann wohl eine 120% Überlappung.

    Ganz unten siehst Du ein Bild mit der typischen Wasserverteilung eines Getrieberegners. Um die mangelhafte Wasserverteilung im Nahfeld zu kompensieren, bestreicht der nächste Regner diesen Kopf. Alles klar?

    Für Deine Planung beispielsweise, würde ich im Grundstücksbereich Holzterrasse/Hecke zwei Regner platzieren…. 40cm vom Rand der oberen Hecke entfernt und jeweils 150 cm von der Holzterrasse und der Hecke – vorausgesetzt, die Regner liefern bei Düse vier auch die 11 Meter Radius, die man dann mit der Strahlstöhrschraube auf die erforderlichen 10 Meter einregeln könnte.

    Der mittige Regner könnte entfallen....
    Wäre das ein Ansatz?

    Viel Glück
     

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    Neuling
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    Hallo Parzival,

    ja, kann mir auch nicht vorstellen, dass mein Laienansatz auf dem Papier in der Praxis sofort problemlos funktionieren wird. Das macht eben die Projektierungserfahrung des Profis aus.
    Geschlagen mit dem Bastler-Gen und begrenztem Budget wird das aber mittels Feintuning hinzubekommen sein.


    Ok, habe Deinen Vorschlag mal eingezeichnet:

    Garten_Web_Alternative_02.png


    Obwohl durch das Wegrücken vom Rand die notwendige Wurfweite in den machbaren Bereich kommt, erkennt man mein Verständnisproblem: Es entstehen hinter den Regnern schlecht abgedeckte Randbereiche...

    Grundsätzlich verstehe ich, dass der Nahbereich eines Regners nicht gut abgedeckt wird und man deshalb die Zonen zweier benachbarter Regner überlappt. 100% Zustimmung meinerseits!

    Warum aber einrücken? Hinter einem Regner hat man doch überhaupt keine Beregnung. Hierdurch bekommen die Randbereiche ja noch weniger ab, oder mache ich hier einen Denkfehler?

    :confused:

    Grüße Michael
     
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    Parzival

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    Moin Michael, dass sieht doch sehr gut aus. Ich hatte in Ermangelung eines tauglichen Grafikprogramms gar nicht bedacht, wie es in der Fläche eigentlich weiter geht. Aber jetzt mit Deiner Skizze wird es offensichtlich. Für die Fläche reichen drei dieser Regner auf einer Seite. Es muß nur sichergestellt sein, dass die Pumpe auch wirklich kräftig genug ist, um die 12 Meter zu liefern (Eindrehen der Strahlstörschraube eingerechnet)

    Dass gewerbliche Regenmacher Regner (ich zähle in die Fraktion – kritischer Endkunde, dem es kein Regenmacher gut genug machen würde) nie an den Rand klemmen hat, verschiedene Gründe.

    Da geht es neben der unsichtbaren Installation (Einwachsen in der Grasnarbe) um die zu pflegende Rasenkante. Du wirst sehen, dass der 180 Grad Betrieb eines Regners immer eine recht ungenaue Sache ist. Ich stelle die Regner je nach Erfordernis auf einen Winkel um 200 bis 210 Grad ein. In Ecken natürlich weniger ! Damit ist eine etwas exponiertere Lage in der Grünfläche schon Bedingung.

    90 Grad ergeben immer die doppelte Niederschlagsmenge ggü diesen 180 Grad Regnern. Das ist auch nicht in jedem Fall günstig, aber häufig ist es nicht anders zu machen.

    Wie es scheint, hättest Du so schon mal drei Regner gespart…

    Viel Glück
     
  • SlingShot

    Neuling
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    Hallo,

    hier mal ein Update / aktueller Stand der Planung:

    Garten_Web_05.png

    letztendlich werde ich nun doch eine aufwendigere Lösung mit 19 Regnern und einer Kombination von 7.6m SR (Short Range) und blauen Düsen realisieren.

    Auch die Anzahl der Zonen (6) ist natürlich Overkill. Sicher wäre es auch mit nur 3 Zonen gegangen, jedoch ist der Mehraufwand vertretbar und so kann man dann die Beregnungszeit der recht unterschiedlich beschatteten Bereiche besser einstellen. Weiter hat man bei der Wahl der Zisternenpumpe mehr Möglichkeiten und kann die Förderleistung besser ausnutzen.

    Bei den Ventilen habe ich mich für Hunter PGV-101 mit Flowcontrol entschieden und erwarte durch Reduktion der Flußmenge die Störstrahlschrauben der Regner nur geringfügig nutzen zu müssen. Funktioniert das in der Praxis, oder ist das nur graue Theorie?


    Jetzt hätte ich aber doch noch eine Frage:
    Bei den geringen m³/h Bedürfnissen der einzelnen Stränge, würdet Ihr trotzdem 32er PE Rohre von den Ventilen zu den Zonen nehmen oder nur der Situation angemessene 25er? Für die eingezeichneten grünen Verbindungen sollte eine 25er Verrohrung locker ausreichen. Versorgt wird jeder grüne Strang jeweils von der Mitte aus.

    Grüße Michael
     
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