Kompost - generelles Vorgehen

Schwabe12345

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Hallo zusammen,

Ich will den Herbst nutzen und einiges im Garten umorganisieren. Unter anderem will ich meine Kompostarbeitsweise ändern. Kurz zum aktuellen Status: ich habe einen Komposthaufen mit Maschendrahtumbauung, etwa 1 qm und einen Schnellkomposter etwa auch 1 qm. In beide kommen Gartenabfälle (Pflanzenreste, Kaiserschnitt, Heckenreste, gehäckselte Äste usw.) Hühnerkot und Obst-/Gemüsereste und Salatreste aus der Küche.
Leider stelle ich fest, dass ich, insbesondere im Sommer und Herbst vieles zum Wertstoffhof bringen muss, da die Kapazität mit den zwei Kubikmetern nicht ausreicht. Nun will ich ohnehin die beiden Haufen zusammenlegen und überlege ein schlüssiges Konzept. Ich könnte natürlich
1. mehrere kleine Komposter nebeneinander stellen, was nicht gerade meine Favoritenlösung ist.
2. einen großen Komposthaufen ohne Einhausung machen, was aber alles andere als hübsch ist
3. sowas wie einen auf drei Seiten gemauerten Mitlaufen (wie auf dem Bauernhof) machen, bspw. habe ich noch einige U-Steine rumstehen, aus denen könnte ich das einfach aufbauen.

Wie geht ihr mit dem Thema um? Ich denke, ich bin nicht der einzige, mit großen Mengen an kompostierfähigem Material.
Ist es überhaupt gut, das alles auf einen Komposthaufen zu werfen?

Für eure Anregungen bin ich wie immer sehr dankbar!
 
  • Supernovae

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    Hi @Schwabe12345

    Ich bin jetzt nicht ein ausgewiesener Experte, was die Kompostierung angeht-ich habe nur einen Schnellkomposter den ich nicht pflege.

    Aber:
    Ich weiß zumindest theoretisch das ein Komposter davon lebt, das die unterschiedlichen Abfälle divers geschichtet, gelockert, gewässert oder auch mal gestampft werden müssen...

    Wie groß ist denn dein Garten?
     

    Frau B aus C

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    Ich kompostiere alles, wirklich alles.
    Habe in meinem Bauerngarten 4 Metallkomposter in Reihe. Daneben noch einen Haufen, ca. 1× 2m,. Da werden im Spätherbst alle Reste des Jahres kompostiert. Hier werden dann im Frühjahr die Kürbisse draufgepflanzt. Und wenn der Platz nicht reicht, wird daneben weiter abgelagert. Ist z.B. jetzt notwendig.
    Die Metallkomposter werden im Spätherbst/Frühjahr bearbeitet. Die fertige Kompostererde wird den Beeten zugeführt. 2-3 Komposter werden mit dem vorhandenen halbfertigen.Kompost befüllt und im Frühjahr mit Zucchini bepflanzt.
    Ich kompostiere sämtliche Küchenabfälle. Da diese für die Tierwelt nicht zugänglich sein dürfen, habe ich ein altes Fass (ohne Boden) mit Deckel in einem Metallkomposter stehen. Ist das Fass voll ziehe ich es nach oben und bedecke es mit Gartenabfällen.
    Diese vielen Komposthaufen stehen in meinem Bauerngarten.
    In meinem Garten am Haus habe ich nur eine kleine runde Komposttonne, da Garten sehr klein.
    Sämtliche Küchenabfälle nehme ich mit in meinem Bauerngarten. Auch wenn mal mehr Gartenabfälle anfallen, nehme ich diese mit in den Bauerngarten.
    Kompost ist für mich das Gartengold.
     
  • Hero

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    Nachdem bei mir auch immer viel Nachschub für den Kompost anfällt hat mir mein Sohn vor einigen Jahren einen Komposter aus Brettern gebaut, der drei Abteile hat. Jeweils ca. 80 x 120 cm.
    Damit komme ich gut zurecht. In den ersten kommen die frischen Abfälle. Wenn der voll ist, gehts an die zweite Kammer. Nach einem halben Jahr setze ich die oberste Schicht vom ersten in die dritte Kammer um und fülle dort mit frischer Ware auf. Sowie eine Kammer voll ist kommt der Beschleuniger aus 1 Würfel Hefe und 500 g Zucker in einer Kanne Wasser aufgelöst darüber und die Kammer wird abgedeckt. Wenn der Kompost trocken ist, muß gegossen werden.
    Rosenschnitt und besonders lästiges Unkraut kommt in die Biotonne, die ich unbedingt brauche.
    Falls du im Herbst besonders viel Laub hast, kannst du den Drahtbehälter zur Zwischenlagerung nutzen.
    41825986uh.jpg
     
  • Bernd Ka.

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    Sauber kompostiert, das reicht für mehrere Jahre.
    Wie steht es da um unbehandeltes Holz,
    nicht, das da Schadstoffe ungewollt in den Kompost wandert?
     

    Hero

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    Das war vorher die Balkonverkleidung. Die Rückseite innen haben wir mit vorhandener Teichfolie bedeckt, damit das Hölz länger hält. Auf dem Foto sieht man, daß die Seitenwände mit Abstand gebaut sind, auch die Zwischenwände, daß Luft reinkommt und innen die Würmer wandern können.
    Das reicht nicht für mehrere Jahre. Fertiger Kompost wird jedes Jahr verbraucht.
     
  • elis

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    Hallo !

    Ich habe zwei große Komposthaufen. Wenn der voll ist, im Herbst lasse ich den liegen bis zum nächsten Herbst, dann kann ich ihn verwenden. Ich habe mir angewöhnt, gleich alles kleiner zu machen dann erspare ich mir das umsetzen. Ich trete ihn auch immer fest, tu immer mal Urgesteinsmehl drauf und gieße mit EM-aktiv. Das Em-aktiv verhindert Fäulnis und Hitze. Gieße ihn immer mal, wenn es trocken ist. Durch das festtreten hat viel mehr Platz und die Bodenlebewesen wie Kompostwürmer usw. können gut rumwandern, weil keine Zwischenräume sind. Unten ist ein Abstand von den Brettern zum Boden, damit die Würmer hin und her wandern können. Die vorderen Bretter kann ich rausnehmen,so das ich schön arbeiten kann. Die einzelnen Maße sind so 2 m + 1,50m . Die Bretter sind aus Lärchenholz, das hält lange, ca. 10 Jahre. Ich siebe den Kompost auch nicht, nur beim ausleeren tu ich so Aststückchen per Hand raus klauben und werfe das in den unfertigen Kompost. Die Kompostanlage ist hinterm Haus auf der Ostseite, dahinter ist der Bach.

    lg elis
     

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    GerdOtto

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    1. mehrere kleine Komposter nebeneinander stellen, was nicht gerade meine Favoritenlösung ist.

    Hat aber den Vorteil, wenn einer voll ist, rottet er vor sich hin und ist dann auch relativ schnell fertig. Große Komposter brauchen Naturgemäß länger. Außerdem kann man dann die Erde entnehmen und er ist wieder Aufnahme bereit. Man brauch halt Platz.

    2. einen großen Komposthaufen ohne Einhausung machen, was aber alles andere als hübsch ist

    Nachteil, dauert lange bis alles verrottet ist. Meistens ist die Belüftung schlecht und auch das Handling oft umständlich. Wenn man viel Zeit und Platz hat, ist es das einfachste.

    3. sowas wie einen auf drei Seiten gemauerten Mitlaufen (wie auf dem Bauernhof) machen, bspw. habe ich noch einige U-Steine rumstehen, aus denen könnte ich das einfach aufbauen.

    Dazu kann ich nicht viel sagen. Nur soviel die Belüftung ist wichtig und auch das Handling.

    Bei mir sieht das so aus:

    IMG_20210503_164617.jpg

    Inzwischen habe ich 8 Komposter rumstehen. Die 5 im Bild ist meine Zentralstation :). Ich habe noch einen direkt am Gemüsegarten. 2 weitere in der Nähe meiner Olivenbäume. Das ist auch ein Vorteil von kleineren Komposter, man kann sie dort aufstellen, wo die Biomasse anfällt. Dadurch hat man kurze Wege. Aktuell bearbeite ich ca. 3000qm. In Kombination mit meinem Dumper und einem Häcksler, ist das ein abgestimmtes Konzept.

    Die Art der Konstruktion wie auf dem Bild, finde ich jetzt wirklich gut. Am Anfang war ich skeptisch, da ich dachte da fällt zu viel raus. Aber dem ist nicht so. Das einzige was ich ändern würde, das Material ist Fichte oder Kiefer. Genau das Gleiche aber in Lärche oder Eiche, wäre Ideal. So wie abgebildet hat einer 45€ gekostet. Sie stehen jetzt ca. 9 Monate.

    Bei mir kommt alles drauf . Rasenschnitt, Unkräuter, gehäckselte Äste, auch Küchenabfälle außer Fleisch, Fisch, Käse. Ab und zu wässere ich.

    Vielleicht kann mir jemand die Frage beantworten, wie man die Temperatur der Verrottung erhöht? Ich habe einen Temperatursensor installiert und deshalb weiß ich das die Temperatur sich immer zwischen 30 und 40 Grad bewegt.

    Kompost ist für mich das Gartengold.

    Das kann ich nur Unterschreiben.
     
  • Pyromella

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    Nein, einen Thermokomposter haben wir im Familiengarten nicht, aber drei Komosthaufen in Reihe, der Aufbau ähnlich wie bei Hero. Wir haben unbehandelte Fichtenbretter, die immer einige Jahre durchhalten und dann, wenn sie zu morsch werden, einzeln ersetzt werden. (Der Totholzhaufen braucht ja auch Nachschub ;) )

    P1040578.JPG

    Da wird immer ein Haufen befüllt, einer rottet und der dritte ist fertig und kann immer, wenn man Kompost braucht, geleert werden.
    Bei uns wird grobes Material (Strauchschnitt etc) gehächselt, sonst landet fast alles auf dem Kompost, was im Garten so anfällt. Von Zeit zu Zeit kommt noch Kalk als dünne Schicht auf den Haufen und wenn es sich ergibt, auch schon mal eine Lage Pferdemist.
    Beim Entleeren sieben wir den Kompost grob, was an Ästen etc noch nicht verrottet ist, kommt wieder zu einer zweiten Runde auf den aktuellen Haufen.

    Den Begriff "Gartengold" für den Kompost würde ich auch unterschreiben. Mit Kompost, selbst hergestellten Jauchen ( z.B. Brennnesseljauche) und Mulchen der Beete (dazu nehmen wir den feineren Grasschnitt, der beim Mähen der Wege anfällt) sorgt man dafür, dass sich die Humusschicht mit einem aktiven Bodenleben aufbauen kann und man noch in den nächsten Jahren ernten kann. Außerdem hält dann der Boden das Wasser besser.
     
  • Schwabe12345

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    Danke nochmals!
    Was mir noch nicht ganz klar ist: @GerdOtto, du schreibst, dass die Belüftung wichtig ist. Das verstehe ich gut. Wenn ich mir aber die Bilder von euren Komposthaufen ansehe, sind diese teilweise komplett mit Brettern ohne Zwischenraum zu. Da ist die Belüftung ja nicht wirklich vorhanden.
    Im Thermokomposter ist das ja auch komplett zu.

    Schöne Grüße!
     

    Marmande

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    Ich arbeite mit einem Thermokomposter und bin mit der derzeitigen Lösung sehr zufrieden. Wichtig war mir auch die Optik, denn die Stelle ist jederzeit einsehbar.
    Der erste Rasenschnitt wandert in den Komposter, danach mulche ich damit die Beete. Ausnahme die letzten Wochen, da ich Rasenunkrautvernichter benutzt habe.

     

    Pyromella

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    Danke nochmals!
    Was mir noch nicht ganz klar ist: @GerdOtto, du schreibst, dass die Belüftung wichtig ist. Das verstehe ich gut. Wenn ich mir aber die Bilder von euren Komposthaufen ansehe, sind diese teilweise komplett mit Brettern ohne Zwischenraum zu. Da ist die Belüftung ja nicht wirklich vorhanden.
    Im Thermokomposter ist das ja auch komplett zu.

    Schöne Grüße!

    Sauerstoff ist wichtig, damit die Biomasse rottet und nicht gärt. Aber es reicht, dass man immer wieder groberes Material dazwischen hat. Das ist dann ein aerober Abbau.

    Was elis mit ihrem verdichteten Material und EM betreibt, ist eher ein anaerober Abbau - der Vorteil davon erschließt sich mir nicht, vielleicht kann sie das selbst erklären.

    Wir hatten zu Anfang mal eine größere reine Grasschicht auf den Kompost gegeben, die noch nicht angetrocknet war. Das Zeug hat zusammengepappt und ist gegoren, der Kompost wurde unglaublich heiß dabei, und das Ergebnis war eine stinkende, schwärzliche Masse, eher schleimig als erdig. Da es im Herbst passierte, haben wir dann mit den entstandenen Flatschen die Beete abgedeckt, möglichst weit auseinander gezogen. Unsere Hoffnung war berechtigt, über den Winter haben Regenwürmer und Co auch dieses Material verstoffwechselt.

    Aber wir haben daraus gelernt, dass Grasschnitt antrocknen muss und immer mit groberem Material gemischt auf den Kompost gehört.
     

    Marmande

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    Stinken wird es dann wirklich übelst.

    Ich nutze den ersten Rasenschnitt im Frühjahr eher zum Anheizen. Habe aber auch höchstens 3 Fangkörbe voll , da die Rasenfläche nicht so riesig ist.
     

    Schwabe12345

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    Meiner stinkt bisher nämlich auch nicht. Selbst der Hühnerkot, den ich darin entsorge, stinkt nicht. Mein Kompost besteht auch hauptsächlich aus Gartenabfällen, Rasenschnitt kommt kaum rein, da wir verhältnismäßig wenig Rasenfläche haben.
     

    GerdOtto

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    Was mir noch nicht ganz klar ist: @GerdOtto, du schreibst, dass die Belüftung wichtig ist. Das verstehe ich gut. Wenn ich mir aber die Bilder von euren Komposthaufen ansehe, sind diese teilweise komplett mit Brettern ohne Zwischenraum zu. Da ist die Belüftung ja nicht wirklich vorhanden.

    So sieht das bei mir im Detail aus.

    IMG_20210115_115053Kompost.jpg

    @Pyromella hat ja schon erklärt, warum es rotten soll und nicht gären. Zum rotten ist Sauerstoff nötig. Ich denke das bei dieser "offenen" Konstruktion das Holz auch viel länger hält. Es ist schlicht und einfach nicht nötig und auch nicht hilfreich, wenn die Komposter fast geschlossene Bretterwände haben.
    Probleme mit dem Geruch habe ich keine, es riecht nicht.

    Thermokomposter sind denke ich für kleinere Mengen eine Alternative. Nach meiner Information produzieren sie einfach schneller Komposterde.
    Da sie geschlossen sind, ist die Konstruktion grundsätzlich anders. Gute Thermokomposter die auch was aushalten sind nicht gerade billig. Bei meinen Mengen kommen sie nicht in Frage,
     

    elis

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    Hallo !

    Ich arbeite ja schon 20 Jahre mit der EM-Technologie und kann nur gutes sagen. Das festtreten vom Kompost funktionierte auch schon vorher, es ist vielfältiges Material drinnen, mal Rasenschnitt (eigentlich seltener), hauptsächlich Staudenmaterial. Die Sträucher u.Baumäste häksle ich extra mit einem großen Häksler und das gebe ich gleich unter die Sträucher und als Wegematerial im Wurmkomposterbereich. Früher haben die Lanwirte ja auch Stapelmist gemacht, das heißt sie haben Mist auf Haufen gestapelt und festgetreten. Da hat auch nichts gefault und ist schneller vererdet, weil die Würmer keine so großen Zwischenräume hatten zum umsetzen. Durch das gießen mit EM-aktiv ( gute Bakterienstämme) kann keine Fäulnis und kein Gestank entstehen. Da könnte auch die Rasenschnittschicht mal auch dicker sein. Seit ich EM-aktiv verwende geht das umsetzen schneller als vorher. Die zugeführten Bakterienstämme beschleunigen den Verrottungsvorgang scheinbar.


    In den Kompost gebe ich auch immer mal Urgesteinsmehl dazu, aber keine Holzkohle. Die Holzkohle gebe ich in meinen Wurmkomposter. Da kommt auch viel organisches Material, (Staudenabschnitte,Rasenschnitt) Hühnermist, Holzkohle, Urgesteinsmehl, EM-aktiv. Das wird ja erst vererdet bevor es verwendbar ist. Das dauert auch so lange wie der herkömmliche Kompost, ist dann aber Terra-Preta, also viel hochwertiger als Kompost. Aber das ist jetzt eine andere Sache. Diese Terra-Preta fällt dann unten raus, wenn sie fertig ist. Das ist dann Dauerhumus und verschwindet nicht im Boden wie der normale Kompost. Das Sichtfenster auf den Bildern ist zugehängt, weil die Dunkelheit bevorzugt wird.

    lg elis
     

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    Platero

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    @GerdOtto
    Die Temperatur der Rotte ist abhängig von der Menge an saftigem Grün. Je höher der frische Grünanteil, desto höher die Temperatur. Und die Schicht sollte nicht zu dünn ausfallen.
    Wenn ich für meine Pferde Gras geschnitten habe und etwas mehr in den Stall brachte, damit ich nicht am nächsten morgen schon wieder los muss, dann ging das nur ganz dünn ausgebreitet auf dem Stallboden. Bei größeren Haufen konnte man dann im Inneren schon deutlich „Fieber“ diagnostizieren, was für Pferde schädlich ist….für den Kompost aber gut.
    Außerdem kommt es immer wieder zu Selbstentzündungen in Scheunen, in denen nicht ganz trockenes Heu eingelagert wurde. Aus den selben Gründen….
     

    GerdOtto

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    Die Temperatur der Rotte ist abhängig von der Menge an saftigem Grün. Je höher der frische Grünanteil, desto höher die Temperatur. Und die Schicht sollte nicht zu dünn ausfallen.

    Ok, der Anteil an Rasenschnitt, oder Blätter, ist bei mir jetzt nicht so hoch. Ich probiere jetzt mal eine Mischung aus Hefe und Zucker um die Temperatur zu erhöhen.

    Findet Ihr es eigentlich erstrebenswert, sagen wir mal, auf eine Temperatur von 60-65 Grad zu kommen?
    Ist mir schon klar das bestimmte "böse" Keime, dabei abgetötet werden. Andererseits arbeiten bestimmt viele Mikroorganismen bei niedrigeren Temperaturen besser, denke ich mal.


    Ich arbeite ja schon 20 Jahre mit der EM-Technologie und kann nur gutes sagen. Das festtreten vom Kompost funktionierte auch schon vorher, es ist vielfältiges Material drinnen, mal Rasenschnitt (eigentlich seltener), hauptsächlich Staudenmaterial. Die Sträucher u.Baumäste häksle ich extra mit einem großen Häksler und das gebe ich gleich unter die Sträucher und als Wegematerial im Wurmkomposterbereich.

    Hallo Elis, "EM-Technologie" klang für mich irgendwie etwas abgehoben, aber im Grunde genommen mache ich nichts anderes. Wenn man Brennesseljauche auf den Kompost gießt ist das ja schon EM-Technologie. (Effektive Mikroorganismen) Ich häcksele auch viel und habe jetzt angefangen unter den Olivenbäumen diesen Mulch zu streuen.

    Ich denke das festtreten ist jetzt nicht unbedingt ein Widerspruch zu belüfteten Kompost. So ein Kompost verdichtet sich auch von alleine, ständig.

    Ich finde es auch sehr interessant, Pflanzenkohle (Terra Preta) dem Kompost zuzuführen. Vor allem deshalb, da unsere Erde hier, zwar sehr Mineralisch, aber Humusarm ist. Vor allem wenn man altes Holz zur Verfügung hat.
    Das werde ich mal ausprobieren.
     

    elis

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    Das interessante daran ist ja das die Holzkohle die Nährstoffe die im Boden rumliegen auf Dauer gepeichern kann. Deshalb ist die Schwarzerde (Terra Preta) ja immer noch um ein vielfaches fruchtbarer als der normale Boden. Das macht die Holzkohle. Da entsteht wirklich Dauerhumus. Es muß wirklich Holzkohle sein, nicht einfach so Holzreste. In meinen Wurmkomposter kommt Organik rein, Mist, Urgesteinsmehl, Holzkohle, EM-aktiv und nach einer ganzen Weile fällt unten die fertige Terra Preta (Schwarzerde) raus. Das macht richtig Freude.
     

    NorsKitsune

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    Ein sehr interessanter Thread!

    Durch neu übernommenen Garten und Arbeit am Konzept der "Trenntoilette" für eine gut kompostierbare "Trocken"-Biotoilette ohne Chemie mache ich mir Gedanken zu den bestehenden und eventuell hinzukommenden Komposts.

    Einer davon ist Heckenschnitt in Kunststoffkomposter, was darunter liegt, weiß ich noch nicht - da wird sich auch in 100 Jahren nichts tun und ich werde den Grünschnitt wohl entsorgen oder anderweitig kompostieren. Das war sicherlich nicht der Vorbesitzer, sondern sein die Hecke schneidendes Familienmitglied. "Oh, hier passt das Zeug gut hinein.." :unsure: Zu viel Feuchtigkeit soll wg. Schimmel wohl immer vermieden werden, richtig?

    Der zweite vorliegende Kompost sieht nutzbar aus, ebenfalls Kunststoffkomposter. Muss ich bei Gelegenheit begutachten, inwiefern ein Komplettneuaufbau der Komposter-Inhalte notwendig wird. Da sind Eure Hinweise und Erfahrungsberichte klasse.

    Schwarzerde durch Holzkohle lese ich zum ersten Mal, chemisch betrachtet sehr interessant, wenngleich Holzkohle wohl nicht jeder Art von Mikroorganismus / Bakterienwachstum fördert? Was ist der Unterschied eines "Wurmkomposters" zum einfach aufgesetzten und - sicherlich auch ausreichend Würmern - überlassenem Kompost?
     

    Platero

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    Zu Terra Preta kann ich nichts sagen, das kenne ich nur aus einer Doku über den Amazonas…..

    Schimmel im offenen Komposthaufen kommt eigentlich nicht vor, und wir geben alles an Gemüseabfällen aus der Küche drauf, solange es nicht gekocht ist ( Ratten ). Trockenschimmel gibt es bei Rasenschnitt, wenn er zu hoch aufgeschüttet wird. Aber der kompostiert eh schlecht, weil er zu kompakt wird (Sauerstoffausschluss).

    Der Unterschied zwischen normalen Regenwürmern und Kompostwürmern ist, dass diese eine höhere Vermehrungsrate haben und geselliger leben. Anstatt hier und da mal ein Regenwurm, finden die sich in der für sie relevanten Schicht zu tausenden. Wenn ich da „bohre“ wimmeln die dicht an dicht. Bei mir leben sie in einer normalen Kompostmiete. Ist der Kompost fertig, ziehen sie um in den neuen Haufen nebenan.

    Spezielle Wurmkomposter braucht’s im Freiland nicht, das ist so ein Ding von Balkongärtnern oder Indoor-Kompostierern.
     

    Frau B aus C

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    Und wenn grober Heckenschnitt mal im Kompost landet, dann liegt er eben länger.
    Ich lege auch schon mal kleine Holzabfälle auf den Boden eines neu zu befüllenden Komposter. Irgenswann ist alles zersetzt.

    Ich hatte mal eine Kollegin mit einem Riesengarten. Sie konnte nicht nachvollziehen, wenn wir über Kompost eine angeregte Diskussion führten. Ihr Kompost war eine sehr lange Reihe. Am einem Ende wurden die Gartenabfälle abgelagert, am anderen Ende der fertige Kompost entnommen. Geht auch, aber dazu braucht man eben einen sehr großen Garten.
     

    NorsKitsune

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    So, wie @Frau B aus C es beschrieb? Eine lange Reihe, welche horizontal durchwandert wird? :unsure:
    Aktuell nur wenig darunter vorstellbar. Es wird alle X Monate durchmischt und weitergeschoben?

    Und wenn grober Heckenschnitt mal im Kompost landet, dann liegt er eben länger.
    In dem einen Kompost befindet sich neben / unter dem Grünschnitt nicht wirklich irgendetwas, scheint mir. Das sind vor Witterung geschützte Zweige und Äste, welche vertrocknen und kaum angegriffen oder zersetzt werden.

    Wenn sich diese Annahme bewahrheitet, setze ich den Komposter komplett neu auf, anschließend kann der (zerhäckselte) Grünschnitt wieder darin landen.

    Wie haben diejenigen von Euch, welche Holzkohle mit einbringen, den Kompost gestartet und woher stammen die "Kompostwürmer"? Wurden diese gekauft und untergemischt?
     

    Platero

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    Kompostwürmer gibt es von Neudorf oder auf eb.y zu kaufen. Es dauert ein paar Monate, bis sich die Kolonie etabliert und vermehrt hat.

    Bei der Reihenanlage einer langen Kompostmiete wird nix umgeschichtet. Wenn die maximalhöhe von ca 1 Meter erreicht ist, wird einfach neben dran neu aufgeschüttet, usw. Nach Ablauf eines Jahres ist der „Anfang“ reif und kann entnommen werden, am Ende befindet sich der jüngste, frische Kompost.
    Soviel Material fällt aber in einem normalen Hausgarten nicht an. Eher bei Tierhaltung oder bei gewerblichem Anbau.
     

    GerdOtto

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    Das interessante daran ist ja das die Holzkohle die Nährstoffe die im Boden rumliegen auf Dauer gepeichern kann.

    Genau! Deshalb würde mich interessieren, wie man diese Holzkohle relativ einfach herstellen kann? Ich will ja nicht zum Köhler mutieren, wegen dem bisschen Holzkohle:). Nach deinem link, bräuchte man so 90-100ltr für 1m3 Kompost. Aktuell gibt es in meiner Nähe, genug Altholz das ich dafür verwenden könnte.

    Ich wollte auch noch mal wegen der Temperatur des Kompost nachhaken. Macht ihr irgendetwas um die zu steuern?
     

    Platero

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    @GerdOtto
    die Temperatur regele ich nicht speziell nach oben oder unten. Das ergibt sich zum Teil von selbst, wegen Niederschlag etc. Zum Anderen bringt es auch wenig bezüglich der Schnelligkeit. Die zersetzenden Organismen Asseln, Mikrolebewesen, Regenwürmer, etc, wollen auch nicht gekocht werden und arbeiten am Besten zwischen sagen wir 10 und 25 Grad (nicht durch Quellen belegt, eher Bauchgefühl).
    Die Heissrotte hat lediglich den Vorteil, enthaltene Unkrautsamen ab zu töten.Dazu reicht es aber, wenn in der Neuesten Schicht, die dann auch nicht zu dünn sein darf, während ca 3Wochen eine Phase der Heissrotte abläuft. Also beim Befüllen nicht kleckern, sondern klotzen.
    Ich persönlich habe eh kein Interesse an Heissrotte, da Samentragendes Unkraut eh nicht auf den Kompost kommt und ich einen Wurmkompost betreibe.
    Wegen der Holzkohle, frag doch mal in der nächsten Bar nach. Ältere Leute wissen so was oft noch. In Spanien gibt es heute noch Wanderarbeiter, die aus dem anfallenden Schnittgut beim Oliven oder SteineichenSchnitt Holzkohle, „Picòn“ herstellen und in Eigenregie verscherbeln. Einen Meiler setzen die dazu nicht auf. Wie genau sie es machen, weiß ich nicht, habe ich mich nie dafür interessiert. Vielleicht gab/gibt es in Croissant-Land ja eine ähnliche Tradition, von der Grandpère noch weiß…….
     

    elis

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    Genau! Deshalb würde mich interessieren, wie man diese Holzkohle relativ einfach herstellen kann? Ich will ja nicht zum Köhler mutieren, wegen dem bisschen Holzkohle:). Nach deinem link, bräuchte man so 90-100ltr für 1m3 Kompost. Aktuell gibt es in meiner Nähe, genug Altholz das ich dafür verwenden könnte.

    Ich wollte auch noch mal wegen der Temperatur des Kompost nachhaken. Macht ihr irgendetwas um die zu steuern?

    Hallo !

    Schau mal auf die Seiten vom Soehl Hans, der baut auch so Geräte wo man leicht Holzkohle herstellen kann. Von dem habe kaufe ich meine Holzkohle. Der hat eine Holzgaserheizung, da fällt die Kohle als Abfallprodukt an.


    Nach meiner Information ist die Hitze im Komposthaufen nicht gewünscht, denn das ist Energieverlust. Mit EM verläuft unsere Kompostierung ohne Hitze.

    lg elis
     

    Platero

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    @elis,
    ich bin nicht wissenschaftlich gebildet genug, um die von Dir verlinkten Seiten zu verstehen.
    In meiner Welt ist Kohle das Produkt einer wegen Sauerstoffdefizit unvollständig erfolgten Verbrennung. Anstatt Co2 entsteht dabei Kohlenmonoxyd. Ob das die Lösung des Klimaproblems sein kann?
    Und nebenbei eine gute Möglichkeit, seinem eigenen Leben ein Ende zu setzen, wenn man im eigenen Kamin eine Kokerei eröffnet.
     

    NorsKitsune

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    Holzkohleproduktion ist durchaus mit Risiken verbunden..
    Die Verwendung (von bereits bestehender Holzkohle) als Kompostzusatz halte ich jedoch für eine gute Wahl - langfristiger wirksam, als sie zu verheizen.

    Nicht sicher, ob die "eigene Produktion" effizient erfolgen kann gegenüber industrieller Fertigung.
    Der hat eine Holzgaserheizung, da fällt die Kohle als Abfallprodukt an.
    Das ist interessant - als Nebenprodukt Holzkohle zu gewinnen. Da spricht nichts gegen.

    Kompostwürmer gibt es von Neudorf oder auf eb.y zu kaufen. Es dauert ein paar Monate, bis sich die Kolonie etabliert und vermehrt hat.
    Tatsächlich, es finden sich sogar recht viele Angebote. (y)

    Ich persönlich habe eh kein Interesse an Heissrotte, da Samentragendes Unkraut eh nicht auf den Kompost kommt und ich einen Wurmkompost betreibe.
    Was ist problematisch an Unkrautsamen in diesem Biotop - wird dieser Samen nicht ebenfalls verwertet durch die dort lebenden Organismen und Lebewesen?
     

    Platero

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    Was ist problematisch an Unkrautsamen in diesem Biotop - wird dieser Samen nicht ebenfalls verwertet durch die dort lebenden Organismen und Lebewesen?

    Nein. Diese Organismen zeichnen sich dadurch aus, dass sie lebendes Material nicht verwerten können. Auf den Kompost geratene Tomatensamen keimen dann im Beet ebenso zuverlässig, wie die Kartoffeln, die jedes Jahr aus dem Komposthaufen spriessen.
     

    Pyromella

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    Was ist problematisch an Unkrautsamen in diesem Biotop - wird dieser Samen nicht ebenfalls verwertet durch die dort lebenden Organismen und Lebewesen?


    Manche ausgereiften Samen verrotten nicht, sondern bleiben keimfähig und verbreiten sich halt über den ganzen Garten - und ich kann jeden verstehen, der sich nicht noch zusätzlich mehr klebriges Labkraut, Weidenröschen, Giersch und was wir sonst noch alles an Lieblingsunkräutern haben, säen möchte.

    Bei den speziell robusten Arten achten wir in der Familie drauf, zu jäten, bevor die Samen voll entwickelt sind und wenn man doch mal eine größere Menge übersehen hat, so gibt es noch einen Sonderkompost, der tief unter der Wildhecke liegt. Was dort wächst, stört nicht, aber aus Lichtmangel werden unsere Lieblingsunkräuter auch nicht zu groß und breiten sich von dort auch nicht aus. Mein Bruder prägte den Namen "Bad Bank" für diesen Haufen. ;)

    Bei anderen Pflanzen ist es durchaus erwünscht, dass sie sich auch über den Kompost verbreiten, so wandern Akeleien und der gelbe Waldscheinmohn durch alle Beete. Leider hat der Dill, den wir auch lange überall zwischen wachsen hatten, irgendwann aufgegeben. Diese spontan wachsenden Pflanzen waren viel robuster, als die extra gesäte Reihe im Beet, deshalb durfte der Dill auch egal wo stehen bleiben.
     

    GerdOtto

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    Die Verwendung (von bereits bestehender Holzkohle) als Kompostzusatz halte ich jedoch für eine gute Wahl - langfristiger wirksam, als sie zu verheizen.

    Was meinst du mit "bestehender Holzkohle"?

    Oder ist normale Grillkohle als Kompostzusatz möglich?

    Manche ausgereiften Samen verrotten nicht, sondern bleiben keimfähig

    Deshalb wäre es doch wünschenswert, für eine kurze, relativ kurze Zeit eine Temperatur von ca.65 Grad zu erreichen, um auch diese Pflanzenteile zu komposttieren und dann wieder bei niederen Temperaturen weiter zu rotten.

    Gibt es Wirkstoffe, die das ermöglichen? Jemand hat von einem Hefe Zuckergemisch geschrieben. Vielleicht hat da ja jemand Erfahrungen.

    Es ist einfach etwas nervig, die Biomasse nach gut und böse zu sortieren.
     

    NorsKitsune

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    Was meinst du mit "bestehender Holzkohle"?

    Oder ist normale Grillkohle als Kompostzusatz möglich?
    Bestehende Holzkohle = sie existiert bereits, Du musst sie nicht selbst aus Holz produzieren. :)

    Bei "Grillkohle" ist die Belastung mit Schwermetallen unterschiedlich ausgeprägt, je nachdem, welcher Forstbestand zur Produktion eingesetzt wurde.

    Schwermetallbelastung kann kein Kompost beseitigen, diese wird am Ende wieder auf dem Grundstück verteilt und lagert sich in den Pflanzen / Obst & Gemüse an.

    Ich grille zu selten mit Kohle, um zu wissen, ob es mittlerweile schwermetallarme Produkte gibt, diese wären meine erste Wahl zur Nutzung in Kompost. Schwermetallablagerung ist kein Spaß. Am Ende werden diese durch Obst- und Gemüsekonsum wieder aufgenommen (zwar geringfügig, dennoch eine vermeidbare Belastung).
     

    Bernd Ka.

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    Asche stellt immer eine Konzentration von verbrannten organischen Bestandteilen dar.
    Daher kippe ich Asche lieber in die Restmülltonne als auf den Kompost.
    Achja, ich verarbeite hier seit Jahren eigenen Kompost, 10...15m³ im Jahr.
    Der Kompost lagert drei Jahre, wird nicht
    umgestochen und nun, in der warmen Sommerzeit, elektrisch bei 85Grad entkeimt.
     

    GerdOtto

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    Der Kompost lagert drei Jahre, wird nicht
    umgestochen und nun, in der warmen Sommerzeit, elektrisch bei 85Grad entkeimt.

    Von einem anderen Thread weiß ich das du einfach gute Pflanzerde brauchst, wie das ja auch für eine Gärtnerei, denke ich optimal ist.

    Wenn man als privat Gärtner, Komposterde macht, frage ich mich, ob es wirklich so nötig ist, eine Temperatur von 65 Grad zu erreichen. Normalerweise wird ja die Biomasse und dann auch die Komposterde, nur im eigenen Garten bewegt. Vielleicht bin ich ja zu blauäugig, aber auch bei zu gekaufter Erde, die nicht entkeimt war, gab es zwar Unkraut Entwicklung, aber in einem akzeptablen Rahmen.

    Heute habe ich mal einen meiner Komposter etwas freigelegt und war eigentlich ganz angetan.
    Vor 8-9 Monate angelegt und dann immer wieder aufgefüllt. Bestimmt über einige Monate, da ja die Biomasse immer wieder trocknet und sich verdichtet.

    Das sieht jetzt so aus: Alle Komposter waren voll bis oben.

    IMG_20210817_142428.jpg

    Bei diesem habe ich mal die oberen 20 cm abgetragen.

    IMG_20210817_142320.jpg IMG_20210817_142355.jpg

    Dabei war schon einiges an Erde/Kompost dabei:

    IMG_20210817_142411.jpg

    Das ist für mich in Ordnung. Bis zum Winter, Frühling, denke ich gibt es guten Kompost. Auf den Bildern nicht zu sehen, waren auch viele Würmer in der Erde.

    Und warum das alles :) unter anderem darum.....

    IMG_20210815_184827.jpg IMG_20210815_184800.jpg
     

    NorsKitsune

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    .. elektrisch bei 85Grad entkeimt.
    Du heizt 10-15 m³ pro Jahr elektrisch auf 85°C auf? Wie das? Durchlauferhitzer an 36 kW 400V Dreiphasenanschluss und gib ihm? :unsure:

    Das bringt mich als Techniker gerade etwas durcheinander. Selbst 0,25 m³ auf 80°C aufzuheizen, bedingt schon einiges an Leistung bei die Thermalenergie aufnehmendem umgebenden Material (kein Gas).
     

    N00b

    Neuling
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    Hier nochmal eine Anfängerfrage, irgendwie finde ich noch nicht die Antwort darauf...

    Ich habe vom Vorbesitzer drei Komposter übernommen, in den meisten sind in den unteren Schichten bereits Erde, oben aber noch viel gehäckseltes Geäst und verrottetes Grünzeugs.

    Erste Frage: Um an die Erde unten zu kommen, kann ich leider nicht die Planken unten entfernen, sondern müsste die komplette Seite abbauen, oder aber von oben mich durchgraben. Ist das im Sinne des Erfinders, dass ich die oberen Schichten, welche noch nicht kompostiert sind, zur Seite räume um unten ranzukommen?

    Zweite Frage: Jetzt mit dem ganzen Herbstlaub etc, kann ich den einfach oben drauf packen? (was wiederum den Zugang zur Erde unten erschwert...). Es wird ja dann hier min. 1 Jahr dauern, bis dieser auch in Erde umgewandelt wird. Wenn ich diesen aber dann mit der fertigen Erde vermische, dann kann ich die Erde ja auch nicht in der nächsten Saison nutzen, da das neue noch nicht zersetzt ist?

    Dritte Frage: Anlehnend an die zweite Frage, wenn ich übers Jahr regelmässig neues Grünzeug oder Biomüll drauf lege, dann ist der Kompost ja nie 100% kompostiert? Gibt es dann eine Zeit, wann ich aufhören soll, neues drauf zu schmeissen?

    Danke euch :)
     

    Orangina

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    Wenn Du nicht weißt, in welcher zeitlichen Reihenfolge der Vorbesitzer die drei Komposter betrieben hat, würd ich einfach erst mal den mit dem am meisten zusammengesunkenen Gut absieben. Man kann z.B. eine Folie daneben auslegen, das Material mittels Durchwurfsieb absieben, die groben, nicht durchgefallenen Stücke in eine Schubkarre schaufeln und den guten Kompost in große Plastiksäcke zur Verwendung geben. Ist das Silo auf diese Weise geleert (samt der guten Erde unten) kann das noch nicht verrottete Zeug wieder in den Behälter geschüttet werden. Unten soll man ja sowieso mit einer Schicht grobem Material beginnen und dann in nicht so dicken Schichten von allen möglichen Küchen- und Gartenabfällen so lange füllen, bis er voll ist und seine Zeit zum Ruhen bekommt. Herbstlaub und Rasenschnitt auch nicht zu dick schichten. Auf diese Weise verrottet ja letztendlich doch alles vollständig.
    Mit den anderen Silos kannst Du dann ähnlich verfahren und hast am Ende eine komplette Kompostwirtschaft:
    Einer rottet (ruht), einer wird befüllt und einer kann mit abgeschlossener Rotte wieder abgesiebt werden. So verfügst Du immer über das Gold des Gärtners...
     

    Platero

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    Im Prinzip geht es so, wie von Orangina beschrieben.

    Wir haben jedoch nur zwei Komposter, einen zur Verwendung im Frühjahr, der Andere in der "Auffüll-Phase". Möchte ich an den fertigen Kompost in Silo Nr.1., räume ich mit der Grabgabel die oberste, noch nicht fertig verrottete Schicht ab und schaufele sie in Komposter Nr.2, der ja gerade "im Werden" ist. Das geht recht schnell und macht kaum Arbeit. Dabei muss man nicht allzu pingelig vorgehen, eventuelle Aststückchen oder nicht ganz verrottete Teile kommen mit in die Tomatentöpfe oder aufs Beet. Wir haben hier eh schweren Lehmboden, da lockern ein paar Bröckchen den Boden auf und verrotten dann dort final.
    Durchsieben erspare ich mir aus dem gleichen Grund.

    Danach montieren ich die Seitenwände des Silos ab und hole den Kompost je nach Bedarf heraus. In Plastiksäcke fülle ich die Erde auch nicht, sondern steche bei Bedarf den Kompost ab. Ist die Miete leer, montiere ich die Wände und fange wieder von vorne an.
     

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    Hallo NOOb!
    Drei Komposter, in denen unten fertiger Kompost liegt und obendrauf gehäckseltes und frisches!
    Da wirst du um folgende Arbeit nicht herumkommen.
    Räume eine Kammer vollkommen leer und lagere das unfertige Material auf der Seite und den fertigen Kompost kannst du im Garten verteilen.
    Danach kommt das unfertige Material von der Seite und den beiden anderen Kammern in den leeren Komposter.
    Darauf kannst du alles Laub, letzten Rasenschnitt und Stauden- und Strauchschnitt werfen. Es ist auch gut, wenn immer wieder Erde dazu kommt. Bei mir ist das die Topferde von den Sommerblumen.
    Ein Kompostfachmann schreibt: Zerkleinern, mischen, feucht halten, zudecken. Das ist das Rezept!

    Im Frühjahr kannst du dann die Erde aus den beiden anderen Kammern verwenden und hast dann wieder Platz für neues Material.
    Vielleicht kannst du die Komposter so umbauen, daß die Vorderseite ohne großes Hickhack abgebaut werden kann.
     
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