Gewächshaus Fragen und Erfahrungen

UweKS57

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Hallo in die nette Runde,
ich habe so ein kleines preiswertes Minigewächshaus.
Hat mich ca. 300,-€ und viel Aufbauzeit gekostet.

Ich frage mich wofür das taugt.
Vor Frost schützt es nicht, weil überall die kalte Luft reinzieht.
Einmal nur -1° und schon sind die Tomaten erfroren.
Im Frühjahr, Sommer ist es ein Hitzezelt, wenn die Sonne drauf scheint.
Eigentlich schützt es nur vor Regen und macht das Innen sehr warm.

Frage: Macht so ein "Gewächshaus" wirklich sinn?
Meine Tomaten aussen mit Regenschutz sind besser, als in diesem Gewächshaus gewachsen.

Gewächshaus.jpg
 
  • Tubi

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    Für die Anzucht würde ich einen Frostwächter empfehlen. Infos, wie wir es machen, wurden erst kürzlich in meinem Thread geschrieben. Wer so ein GWH hat, kann auf Kunstlicht verzichten. Im Sommer mögen Gurken und Melonen dort gerne sein. Tomaten wollen es luftiger. Aber mit etwas Geschick, klappt es dort auch sehr gut.
     

    Gartentomate

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    Ich habe mal irgendwo gelesen, je kleiner ein GWH ist, um so weniger kann es Temperaturschwankungen ausgleichen. Das klappt bei größeren Häusern besser, da ist mehr Innenraum zu erwärmen, und der kühlt dann auch nicht so schnell ab. Also genau wie @UweKS57 es beschreibt.
    Da kann ich mich nur den Tipps von @Tubi anschließen:
    Mit Frostwächter für die Anzucht nutzen. Hier sollte die Größe von Vorteil sein, es ist weniger Innenraum frostfrei zu halten. Ritzen und Spalten ggf. mit Silikon abdichten und/ oder zusätzlich mit Noppenfolie dämmen. Im Sommer dann extrem wärmebedürftige (-tolerante) Kulturen einsetzen (und reichlich lüften).
     
  • Kilatron

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    Solche einfachen ungeheizten Gewächshäuser erweitern genauso wie die Frühbeet-Aufsätze für Hochbeete erstmal bloß etwas die Vegetationszeit. Tagsüber bei Sonne wird es darin auch im Winter und besonders im Frühjahr/Herbst schön muckelig warm, so dass Salat und co. ordentlich wachsen.

    Der Regenschutz ist bei Tomaten und allgemein zur Steuerung der Wassermenge natürlich auch noch sehr nützlich, was ich persönlich als Hauptvorteil sehen würde. Es plästert, schneit und hagelt nicht auf die diversen (Jung-) Pflanzen und man bleibt beim Gärtnern auch selber trocken. Aufleitungsschnüre lassen sich zudem gut installieren. Und Vögel fressen einem im Frühjahr nicht die Samen und jungen Sämlinge weg.

    Kälte halten diese dünnen Scheibchen halt nicht ab, da muss man mit Kerzen, Heizlüftern, Wärmekabeln oder ähnlichem arbeiten, möchte man ganzjährig Sommer simulieren.

    Im Hochsommer muss man dagegen beschatten und/oder für knackig Durchzug sorgen.
     
  • Hero

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    Frostwächter und gute Isolierung sind unbedingt notwendig.
    Im Sommer muß schattiert werden und das Wichtigste ist ein Dachfenster, damit die Hitze raus kann.
    Mein Gewächshaus - an dem das Dachfenster fehlte - habe ich vor Jahren abgebaut, weil die Tomaten im Freien viel besser wuchsen und ein Gew.Haus nur zur Anzucht, dafür war mir der Aufwand zu hoch.
    An meinem Gew.Haus waren beidseitig Türen, die im Sommer offen standen und das Dach war schattiert, das hat alles nichts geholfen.
    43439651sv.jpg

    Jetzt habe ich eine Laube mit Kletterrosen. So sah das nach dem Umsetzen aus.
     

    Taxus Baccata

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    Angesichts der geschilderten Erfahrungen hoffe ich sehr, dass sich der Gewächshausbau für uns lohnen wird. Aber da unser Garten klimatisch so ungünstig liegt (nonstop starker Wind, kein einziges geschütztes Eckchen, da offene Feld- und Ortsrandlage) und dazu noch so viel Kälte, hoffe ich schon. Denn Tomaten & Co. sind hier im Freiland eine echte Herausforderung.
    Wir haben uns für 10qm mit 2,50m Dachhöhe, 2 Dachfenstern und automatischen Fensteröffnern entschieden, das ist vielleicht etwas anfängertauglicher als ein ganz kleines GWH, in dem nur wenig Luft ist. Hoffentlich...
     
  • mahatari

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    Wir haben unser Gewächshaus nur gekauft, weil Tomaten im Freiland nicht mehr geerntet werden konnten...Zu naß, zu kalt, Braunfäule....richtige Freilandtomaten hat niemand mehr in unserer Gegend...

    netter Nebeneffekt, frühe Gurken von veredelten Kaufpflanzen...und früher Blattsalat von Rukola und Spinat
    Aber jede Region ist anders...und jeder Hobbygärtner hat andere Prioritäten....
     

    Taxus Baccata

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    richtige Freilandtomaten hat niemand mehr in unserer Gegend...
    Denke, hier bei uns geht das auch nicht mehr. Auf dem Balkon/Terrasse unter Dach oder allgemein mit Dach über dem Kopf geht gerade so, aber wir haben in den letzten Jahren auch wahnsinnig viele Unwetter mit Sturm und Hagel und sonstigem gehabt... das macht keinen Spaß jedesmal zu zittern und danach in den Garten zu gehen, um die "Scherben" aufzuklauben.... :wunderlich:
     

    Hero

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    In meiner Gegend war es letztes Jahr ganz seltsam. Freunde von mir konnten weder im Gew.Haus noch unter dem Tomatendach noch im Freiland ernten. Alles kaputt.
    Ich hatte gelbe Cocktailtomaten, die ich bis in den Oktober ernten konnte.
     
  • Kilatron

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    @Taxus Baccata

    Allein dass du dein Gewächshaus nach Bedarf heizen kannst, wird deine Ernte spätestens im nächsten Jahr deutlich berechenbarer machen. Allein dass ich mein offenes Tomatendach bei Bedarf mit kräftigen Folien verkleiden kann, lässt meine mediterranen Kräuter seit März kräftig sprießen ohne dass sie kaputtgehen.

    Ich wette, du wirst begeistert sein, wenn es erstmal steht.
     

    Taxus Baccata

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    Ich hoffe sehr @Kilatron.... etwas mehr Berechenbarkeit wäre bei den hiesigen Witterungsverhältnissen ein Segen. Denn seit knapp zwei Jahren empfinde ich unsere ganzen Stürme und Hagelunwetter als einzigen Kahlschlag. Die in diesem Umfang noch nie da gewesene Braunfäule vom letzten Jahr kam ja nur on top...
    Wenn es denn nur endlich käme, das GWH...
     

    scheinfeld

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    Wir haben seit Jahren so ein kleineres GWH und wollen es nicht mehr hergeben. Im Winter überwintern dort die Dahlien in ihren Töpfen. Ab Anfang März stehen 24 bis 36 vorgezogene Salate, die bereits jetzt geerntet werden. Seit vergangener Woche auch die Voranzuchten aus der Wohnung wie Tomaten, Gurken, Chilis, Paprika usw. Im Sommer bleiben 3 Gurken und alle chilis und Paprika im Haus. Der Rest fliegt raus.. Tomis stehen dann etwas geschützt an der Hauswand.
    Das Fenster öffnet automatisch und notfalls schattiere ich im Sommer
     

    Cepha

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    Das gezeigte Gewächshaus schützt Pflanzen vor Regen und vor Wind.

    Bei Sonnenschein wird es darin wärmer als es draußen ist. Das sind durchaus Vorteile für bestimmte Kulturen.

    Die Nachteile sind neben begrenzter Höhe und geringer Stabilität und Lebensdauer für die Pflanzen vor allem die schlechten Lüftungsmöglichkeiten und eine nur geringe Lichtdurchlässigkeit.

    Für Tomaten ergeben sich gegenüber einem frei stehenden Standort mit Dach im Freiland nur wenige Vorteile im Frühjahr, wenn man gegen Frost anheizt ind durch die wärmeren Tagestemperaturen.

    Dafür hat man im Sommer stagnierende Feuchte, Hitze, reduziertes Licht und auch wenig Platz nach oben.

    Für andere Kulturen können die Voraussetzungen besser sein, ich denke da z.B. an Gurken, evtl. auch Paprika.

    Der (ungeheizte) Wintergemüseanbau wäre prinzipiell auch sehr interessant (Türe offen lassen außer bei extremen Frost, Hitze ist im Winteranbau kritischer als Kälte), sofern die Lichtdurchlässigkeit der Stegplatten ausreicht. Das muss man eben probieren.

    Was auch geht ist die Anzucht von Jungpflanzen, dann aber ggf. mit Heizung und mit Abhärtung gegen UV, bevor die ins Freie kommen (die Stegplatten blockieren UV-Licht vollständig)

    Die Lebensdauer wird so bei 5, maximal 10 Jahren legen oder halt bis zum ersten schweren Sturm, in der Zeit kann man Erfahrungen sammeln für ein "richtiges Gewächshaus".

    Wie sehr sich ein Gewächshaus aufheizt hat nur wenig mit seiner Größe zu tun (die Wärmekapazität von Luft ist unbedeutend), aber sehr viel mit seinen Lüftungsmöglichkeiten. Kleine Gewächshäuser haben oft nur ein Fenster, damit kann man sie nun mal nicht tauglich lüften.

    MfG

    PS: Die meisten Brast Gewächshäuser haben auf der Giebelseite keine diagonale Strebe. Bau selber eine ein, denn ohne diese Strebe kann das Gewächshaus keine seitliche Windlast aufnehmen (außer über die 4mm zarten Stegplättchen) und klappt bei seitlich einwirkender Windlast in sich zusammen.
     

    Cepha

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    Angesichts der geschilderten Erfahrungen hoffe ich sehr, dass sich der Gewächshausbau für uns lohnen wird. Aber da unser Garten klimatisch so ungünstig liegt (nonstop starker Wind, kein einziges geschütztes Eckchen, da offene Feld- und Ortsrandlage) und dazu noch so viel Kälte, hoffe ich schon. Denn Tomaten & Co. sind hier im Freiland eine echte Herausforderung.
    Wir haben uns für 10qm mit 2,50m Dachhöhe, 2 Dachfenstern und automatischen Fensteröffnern entschieden, das ist vielleicht etwas anfängertauglicher als ein ganz kleines GWH, in dem nur wenig Luft ist. Hoffentlich...

    Euer Gewächshaus hat hochwertigere Stegplatten mit besserer Lichtdurchlässigkeit (hoffentlich auch nach 10 Jahren noch)
    Wenn ihr nicht regelmäßig über die Türe lüften könnt solltet ihr unbedingt über Seitenfenster nachdenken.

    Gewächshäuser werden ideal belüftet, indem zuerst am obersten Punkt Fenster aufgehen, so dass Hitze nach oben entweichen kann und in einem zweiten Schritt an den Seiten weitere Fenster aufgehen, so dass kalte Luft nachströmen kann. Erst dieser Kamineffekt ermöglicht einen raschen Luftwechsel.

    Im Sommer sollte die Gewächshausluft in 3-5 Minuten(!) einmal vollständig ausgetauscht werden, damit es nicht zur Überhitzung kommt. An der Zahl sieht man schon, dass das Volumen des Gewächshauses vollkommen egal ist, die Luft speichert die Wärme (Kälte) bei knallender Sonne nur für wenige Minuten.

    Im Sommer heizt die Sonne mit bis zu 1000 Watt pro Quadratmeter Grundfläche, also in Eurem Fall mit 10m² wären das 5 Heizlüfter gleichzeitig auf Vollgas.

    Ihr werden Eure eigenen Erfahrungen machen, vielleicht ist es bei Euch durch den Schatten auch entspannter oder ihr findet andere Lösungen.
    Falls nicht, kann man beim Vitavia Zeus, Dach- und Seitenfenster zum Glück noch nachkaufen.

    MfG
     

    Taxus Baccata

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    Wenn ihr nicht regelmäßig über die Türe lüften könnt solltet ihr unbedingt über Seitenfenster nachdenken.
    Auf jeden Fall. Wir werden zwar auch über die Tür lüften (praktisch, dass sie zweigeteilt ist), aber sich automatisch öffnende Fenster sind an den heißen Tagen sicherlich unersetzlich.
    Wir gucken uns mal an wie die Hitzeentwicklung ist (da tatsächlich während der heißesten Stunden zumindest Teilschatten sein wird), aber ich denke schon, dass wir mindestens ein Seitenfenster mit Fensteröffner einbauen werden.
     

    Elkevogel

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    @Taxus Baccata
    aber ich denke schon, dass wir mindestens ein Seitenfenster mit Fensteröffner einbauen werden.
    Macht die gleich an 2 (schräg) gegenüberliegenden Dachfenstern.
    Hier kocht es im GWH zeitweise schon fast bei den aktuellen Temperaturen.
    Ihr braucht bloß mal einen Tag nicht da sein oder krank oder verpennt... - nicht gut :eek:
    Bisher reicht das hier gut, wenn ich zusätzlich tagsüber noch die Tür öffne.
    Seitenfenster hat mein GWH nicht und bisher habe ich sie auch nicht vermisst.
     

    Kilatron

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    Stimmt, bei mir reichten heute ein paar Stunden Frühbeetaufsatz mit aus Versehen nicht morgens nicht geöffneten Deckel, um den Salat im Beet gefährlich zu kochen. Selbst bei den relativ schmalen Außentemperaturen von 16 Grad, wurden im geschlossenen Frühbeetaufsatz so mal eben 37 Grad erreicht.

    Ein Gewächshaus sollte also unbedingt sehr gute Lüftungsmöglichkeiten haben!
     

    Taxus Baccata

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    Hm... eine Frage... wie macht ihr das eigentlich mit Urlaub & Co..?
    Es ist ja gut und schön, wenn die Fenster von alleine aufgehen, aber wenn ich recht verstehe, gehen sie nicht von alleine wieder zu, oder?

    Wie macht ihr es mit euren GWH, wenn ihr mal für ein paar Tage oder eine Woche nicht da seid?
    Ich glaube nicht, dass unsere Nachbarn Lust hätten, das tägliche Schließen der Fenster für uns zu übernehmen.... :wunderlich:
     

    Elkevogel

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    Ein Gewächshaus sollte also unbedingt sehr gute Lüftungsmöglichkeiten haben!
    Ja, das wäre sonst wirklich sparen am falschen Ende :cry:
    Bei den automatischen Öffnern aber unbedingt darauf achten, dass sie rechtzeitig vor dem ersten Frost und zur Not auch bei angedrohten härteren Frühjahrsnachfrösten wieder ausgeschraubt werden.
    Die sind wirklich zimperlich, die Dinger.

    Selbst bei den relativ schmalen Außentemperaturen von 16 Grad, wurden im geschlossenen Frühbeetaufsatz so mal eben 37 Grad erreicht.
    Genau darum bin ich im Moment vom Frühbeetaufsatz wieder weg - der Garten ist ja hinterm Haus mit längerem Weg dahin.
    Vormittags habe ich andere Aufgaben und renne nicht gleich morgens runter und ums Haus um mich zu kümmern (faule Gärtnerin - lach)
     

    Elkevogel

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    Kannste bei zugucken: zieht ein z.B. mitten am Tag ein Gewitter auf, es kühlt ab = Fenster gehen runter.
    Gewitter ist abgezogen, die Sonne scheint wieder = Fenster gehen wieder auf.
    Voll cool :D
    Am Anfang ist es bisschen Einstellungssache, wie empfindlich sie reagieren sollen (in den Öffnern ist ein Schraubgewinde, über das die Öffnungsweite reguliert werden kann). Aber das hat man fix raus.
     

    Cepha

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    Hm... eine Frage... wie macht ihr das eigentlich mit Urlaub & Co..?
    Es ist ja gut und schön, wenn die Fenster von alleine aufgehen, aber wenn ich recht verstehe, gehen sie nicht von alleine wieder zu, oder?

    Wie macht ihr es mit euren GWH, wenn ihr mal für ein paar Tage oder eine Woche nicht da seid?
    Ich glaube nicht, dass unsere Nachbarn Lust hätten, das tägliche Schließen der Fenster für uns zu übernehmen.... :wunderlich:

    Doch, die gehen schon auch wieder automatisch zu.

    Beim Urlaub im Sommer must Du die Türen offen lassen und brauchst ein Bewässerungssystem. Entweder eine Automatik oder ein Mensch.

    bei Urlaub im Frühjahr muss man überlegen,. ob Türe auf oder Türe zu. Bei dem Wetter derzeit funktioniert Türe zu nur, wenn man wirklich gute Lüftungsoptione hat. Und natürlich müssen die automatisch sein

    Aber ich wiederhole mich.

    Ich lasse meine Fensteröffner über den Winter (im Frühbeet) drin, denn ich kultiviere im Winter daarin pflanzen. Nichts wäre im Winter schlimmer als zu hohe Hitze, deshalb ist die automatische Lüftung zumindest im Frühbeet auch im Winter ein absolutes Muss. Außerdem bekommt man nur so die Luftfeuchte raus.

    Ich habe Billigöffner, die bis 7kg öffnen können und meine Frühbeetfenster haben exakt 7kg. Ohne Schnee drauf.

    wahrscheinlich sind sie im Winter daher manchmal überlastet und leben bei mir ca. 4 Jahre im Schnitt. Ich gehe davon aus, dass sie bei den leichten Gewächshausfenstern deutlich länger leben werden.
    Zumindest ist das meine Erfahrung. Ich wüsste auch keine physikalische Erklärung, warum Frost denen schaden sollte. Da ist ja kein Wasser drin, das die absolute Anomalie hat, sich bei Wechsel von flüssig zu fest auszudehnen.

    Weitaus größere Probleme sehe ich im Hochsommer, wenn die schwarzen Zylinder in der Sonne schon mal 60°C heiß werden können aber z.B. die Öffner für meine Gewächshausfenster sind bei 40°C heißen Zylindern schon am mechanischen Anschlag. In diesem Fall kann ich mir vorstellen, dass ein zerstörerischer Überdruck entsteht.

    Ich werde die Zylinder der Öffner daher im Sommer mit weißem Papier abkleben.

    Ein Ersatzzylinder kostete bisher übrigens 12 Euro. Ich hab nen Schwung davon herum liegen.

    Für mein Frühbeet habe ich diese Öffner:
    Automatischer Öffner für Frühbeet - Beckmann KG (beckmann-kg.de)

    Für mein Gewächshaus diese hier:
    MacGreen® Automatischer Fensteröffner Gewächshaus H 25, 35,50 € (hunecke-zubehoer.de)

    Beide funktionieren ganz gut. Die Druckzylinder sind jeweils dieselben, diese Mini-Zylinder sind in den Maßen und vom Gewinde her scheinbar standardisiert.

    Es gibt aber auch größere robustere Modelle. wenn Du Sorgen vor Stürmen hast kannst Du Dir z.B. sowas mal anschauen:
    Automatischer Fensteröffner H 2500 - stromlos, 128,50 € (hunecke-zubehoer.de)

    Das ist ein anderes Kaliber und Du hast einen Dämpfer, der (hoffentlich) verhindert, dass Dir eine Orkanböe das halb offene Fenster wegreißt.
    Ich habe meine Fenster im Gewächshau beim letzten straken Sturm festgebunden, die kommen hier ja mit Vorhersage und Wetterwarnung. Das Frühbeet ist so massiv, dem juckt Sturm nicht.

    MfG
     

    Taxus Baccata

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    Vielen Dank für eure Antworten, @Elkevogel und deine ausführliche Erklärung, @Cepha! Das erleichtert mich nun sehr, dass die Fenster automatisch schließen!
    Ich hatte da wohl etwas falsch verstanden... was ich gelesen hatte bezog sich wohl auf plötzlich auftretende Stürme - dass die Fenster da abgerissen werden könnten - wenn sie nicht schnell genug zu gehen... bin einfach noch nicht ganz so in der Materie drin.

    @Cepha, deine vielen Infos speichere ich mir ab... die werden mir zu gegebener Zeit sehr nützen! Vielen Dank! Im Moment bin ich einfach ein absoluter Neuling auf dem Gebiet, da ich bisher nicht einmal wirklich ein Gewächshaus wollte.
    Aber das Wetter erschwert mir meine Gartenleidenschaft zunehmend... sei es nun lang anhaltender Nachtfrost, Starkregen über mehrere Wochen oder Unwetter mit Orkanböen und Hagel...
    Ein wirklich robustes Gewächshaus ist da mE die einzige Abhilfe, die man wirklich schaffen kann... auch wenn es sicherlich ein Weilchen dauern wird bis man sich so richtig "eingearbeitet" hat.
    Das Ergebnis wird am Ende hoffentlich lohnen.
     

    Elkevogel

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    was ich gelesen hatte bezog sich wohl auf plötzlich auftretende Stürme - dass die Fenster da abgerissen werden könnten - wenn sie nicht schnell genug zu gehen... bin einfach noch nicht ganz so in der Materie drin.
    Sowas kann natürlich passieren, ist aber eher selten und müsste dann passieren, wenn ihr nicht da seit.
    Im Anwesenheitsfall würde sogar ich faule Socke runterrennen und die Fenster manuell schließen.
    Zur Not würden hier aber auch Nachbarn einspringen und retten, was zu retten wäre.

    Beim Urlaub im Sommer must Du die Türen offen lassen und brauchst ein Bewässerungssystem. Entweder eine Automatik oder ein Mensch.

    Oh ja, automatische Bewässerung - da musst auch noch für hirnen.
    Ja, Gewächshaus ist toll, aber am Anfang auch nicht mal eben so nebenbei gebaut und bepflanzt, wenn es von Beginn an gut zu nutzen sein soll.
    Aber das Grundwissen ist schnell da und danach geht es eigentlich nur noch um Optimierungen.
    Du schaffst das:love:
     

    poldstetten

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    Wir haben ein 44 qm Anlehn GWH (an einer Garagensüdwand.)
    Ichhatte nach einem Sturmschaden 2 Dachfenster mit autom. Öffnung und Schließung eingebaut, das hat nicht gereicht. Habe dann auf der Westseite eine grosse 2qm grosse Türe eingebaut. Beide Türen sind im Sommer immer offen und der Wind sorgt für eine gute Durchlüftung. die Dachhebefenster habe ich stillgelegt.
    Nur bei drohendem Gewitter wird die West Türe geschlossen.
     

    mahatari

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    Wir fahren am Wochenende weg...es wird ein Härtetest, das GWS wird offenbleiben, Türen und Fenster...Nur Fenster würde nicht reichen...also, was soll´s....man muß Prioritäten setzen...
    Im Sommer ist Mulch im GWS....mein erster Ligusterschnitt wird komplett dort untergebracht und jede Pflanze bekommt 10l Wasser...das hält locker für eine Woche...
    Wenn man regelmäßig lange in Urlaub fährt, muß man über Lösungen nachdenken...
    Die Versorgung der Hühner und Katzen ist da schon problematischer...:):) Sie sind nicht so einfach ersetzbar wie Tomaten und Salat....
     

    Kilatron

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    Ich überlege mir auch, Automatiköffner an die Frühbeete zu schrauben. Die bleiben bei mir ja ganzjährig drauf, werden aber von Mai bis September geöffnet, indem ich die vordere Langseite abnehme und den Deckel schräg hoch stelle oder auch mal ganz abnehme.

    Trotzdem haben solche Öffner irgendwie was, die durch sich ausdehnendes oder zusammenziehendes Wachs selbsttätig öffnen/schließen.
     

    UweKS57

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    Also entnehme ich den Antworten, dass das Gewächshaus eben gut durchlüftet sein muss und eben nicht für alles geeignet ist. In Sachen Tomaten und Gurken habe ich es jetzt so gemacht, dass ich mir die Pflanzensorten nach Eignung und Wuchshöhe ausgesucht habe.
    Nun kommt hitzeverträglich und Höhe bis 2 Meter ins Gewächshaus und die eher wetterfesten unter das kleine Vordach.
    Also für mich, als nur Tomatenanbauer hat sich das Minigewächshaus nicht wirklich bewährt.
    Obwohl meine Tomatchen da jetzt drin stehen. Aber noch in Kisten, die ich bei Frost schnell mal ins Haus bringen kann. Wie gesagt, versuche ich es jetzt eher mal über die Sorten.
    Danke für eure vielen Tipps.
     

    mahatari

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    Ich habe ein Haus für Tomaten und eins für Gurken...nun habe ich mich wieder in das Wagnis Paprika gestürzt....wo pflanze ich die nun hin, zu den Gurken oder zu den Tomaten.....
    Es ist aber genau wieder das passiert, wie vor Jahren, als ich halbherzig einen Versuch gemacht hatte ....Paprika- Zucht auf der Fensterbank ist voller grüner Blattläuse....die Gurkenpflanzen daneben haben auch schon verkrüppelte Blätter....
    Ich hasse die Biester....würde aber gerne Paprika ernten....🙄
     

    Taxus Baccata

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    Sind die Pflanzen schon sehr groß? Wenn nicht würde ich die Läuse einfach abspülen. Den Rest erledigen dann die Marienkäferlarven, wenn die Pflanzen demnächst raus können.
     

    Okolyt

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    Es wurde jetzt mehrfach geschrieben, dass die Doppelstegplatten ziemlich dünn seien.
    Wie dick sollten denn die Platten idealerweise sein?
     

    Galileo

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    Wie dick sind die Scheiben dieses GWH denn? Ich konnte es in dem Screenshot leider nicht erkennen...
    Diese einfachen Modelle haben meist so 5-6 mm.
    Laut Internet-Beschreibung nur 4 mm :cautious: da fliegt ne orientierungslose Hummel glatt durch ;)
    Auf jeden Fall bemoosen solch dünne Platten recht schnell und an Isolierung ist da auch nicht viel :(
    Frage: Macht so ein "Gewächshaus" wirklich sinn?
    Ja – für den Verkäufer :sneaky:
     

    Kilatron

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    Auch sollte eine Tropfkante aussen angebracht sein, sonst wird Regenwasser in die Kammern gesaugt und mit der Zeit wächst das Moos – besonders bei dünneren Formaten:

    Genau das Problem hatte ich an anderer Stelle schon mal angesprochen. Es ist heftig, wie vermoost diese günstigen GWH nach wenigen Jahren teilweise sind.
     

    Okolyt

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    Ich habe selbst ein kleines, sehr fipsiges, ähnlich dem aus dem ersten Beitrag.
    Und ich überlege gerade, da etwas zu ändern....😉
     

    scheinfeld

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    Auch sollte eine Tropfkante aussen angebracht sein, sonst wird Regenwasser in die Kammern gesaugt und mit der Zeit wächst das Moos – besonders bei dünneren Formaten:
    Anhang anzeigen 708059

    Das dürfte wohl meines sein.....als unerfahrene Gärtner haben wir das gekauft....für unsere Zwecke aber ausreichend und es dürfte seit ca 10 Jahren? schon stehen.
     

    Cepha

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    Es wurde jetzt mehrfach geschrieben, dass die Doppelstegplatten ziemlich dünn seien.
    Wie dick sollten denn die Platten idealerweise sein?

    Ich rate von Stegplatten mit 4mm Dicke grundsätzlich ab. Ich hab noch keine 4mm Stegplatte in guter Qualität gesehen und die Hersteller der Stegplatten raten idR davon ab, 4mm Stegplatten für Konstruktionen zu verwenden, die mechanischer Belastung ausgesetzt sind, also z.B. Gewächshäuser.

    6mm gibt es in guter Qualität. Beckmann verbaut z.B. solche (u.a. beidseitig UV geschützt). Verbaut man 6mm Stegplatten mit kleinen Unterkonstruktionsabständen wie 60cm, mit eher kurzen Plattenlängen von ca. 1,5m und fasst sie 4-seitig stabil in Aluprofile ein, dann könne die durchaus sturmsicher sein. Nur sehr hohe Schneelasten würde ich den 6mm Platten nicht zumuten.

    Mit 10mm hat man etwas mehr Stabilität, 16mm ist bzgl. Stabilität dann Standardware, das geht dann auch bis 1m oder 1,2m Plattenbreite. Es gibt da aber innerhalb der "Klasse" auch erhebliche Unterschiede, gerade bei den 16mm Typen gibt es eine riesen Vielfalt.

    Bzgl. Dämmung geben sich die nicht so wahnsinnig viel, 4mm Stegplatten liegen bei rund 4W/m²*K, 16mm Stegdoppalplatetn aus Polycarbonat idR bei ca. 2,7W/m²*K, 6mm und 10mm irgendwo dazwischen.
    Dämmend wirken vor allem die Übrgangsschichten zwischen Luft und Material, weniger die Dicke der frei zirkulierende Luftschicht an sich.

    Wichtig ist bei Stegplatten, dass die offenen Seiten abgedichtet sind, entweder konstruktiv oder mit Spezialklebebändern. Wenn nicht, dann zirkuliert die Luft und die Dämmwirkung ist reduziert, außerdem hat man dann reichlich Tiere in den Kammern sowie Wasser, Dreck, Moss, Algen.
    Je kleiner die Kammern, umso mehr davon. 4mm und 6mm Stegplatten mit freien Stirnseiten sind bevorzugte Habitate von Ohrwürmern, diversen Wildbienen, vielen sich verpuppenden Raupen und anderen. Üblicherweise verenden die Tiere dann in den sich aufheizenden Kammern.

    Kondenswasser lässt sich in Stegplatten nicht vermeiden, Wasserdampf diffundiert nun mal langsam aber sicher durch den Kunststoff hindurch. Kondensfrei sind nur Doppelverglasungen mit Dichtung und Trocknungsmittel im Rahmen.

    Der Hauptnachteil von Polycarbonat Stegplatten ist die Lichtdurchlässigkeit und das gilt für Platten aller Stärken (außer Plexiglas PMMA Platten).
    Deshalb werden Polycarbonat Stegplatten im professionellen Gewächshausbau idR nicht verwendet, obwohl sie sehr billig wären, im Neuzustand sehr stabil sind und beim Brandschutz Vorteile haben. Es geht einfach zu wenig Licht durch.

    Das Datenblatt liest sich meistens so übel nicht, da steht idR was von 80% Lichtdurchlässigkeit, was ja gut klingt.

    Das gilt aber nur im Neuzustand mit direktem Licht senkrecht auf die Platte.

    Die Realität ist eine andere, da fällt Licht seitlich rein und man hat auch viel diffuses Licht, die 80% sind real eher 60%

    10% geht für die Gewächshauskonstruktion weg -> 54%
    10% geht bei Polycarbonat nach einer Weile nochmal für die Alterung weg -> 49%
    und über kurz oder lang gehen nochmal 10-20% für die Verschmutzung weg und damit meine ich gesäuberte Platten, keine völlig verdreckten, und damit landet man dann irgendwo bei ca. 40% Lichteinfall gegenüber dem Freiland.

    In der Praxis sieht es oft noch düsterer aus.

    Bei einem Glashaus ist es eher so:

    Verglasung 90% Datenblatt, real 80% durchlässig
    10% für die Gewächshauskonstruktion -> 72%
    Alterung gibt es nicht
    3-5% für die Verschmutzung (Bei Glas muss das Licht nur durch 2 gut zu putzende Oberflächen, bei Stegplatten im idealfall durch 4, oft aber auch durch 6 oder 8, wenn das Licht auch noch durch die inneren Stege durch muss.)
    und damit landet man bei ca. 70% Lichteinfall

    Im Sommer ist das relativ egal, da gibt es bei uns genügend Licht, aber im Winterhalbjahr von Oktober bis März und auch in trüben April und Maitagen wäre jedes Prozent Licht kostbar.
    Auch beim Aroma kann man Unterschiede wahrscheinlich schmecken, ich hab nur noch keinen echten 1:1 Vergleich gesehen/geschmeckt.

    Fazit: Es kommt drauf an. Prinzipiell kann man gute Gewächshäuser auch mit hochwertigen 6mm Stegplatten bauen, aber man kann auch Müll bauen. Bei 4mm Häusern hab ich die letzten Jahre nur Müll gesehen.

    Ob Dämmung wichtig ist muss man für sich selber raus finden.

    Mein Gewächshaus ist aus Glas und 6mm Stegplatten im Dach. (in mäßig brauchbarer Konstruktion, aber ich hab selber nachgebessert) und ich werde dieses (warme) Frühjahr seit dem 13. April rund 20kWh damit verheizt haben, viel mehr wird es laut Wetterbereicht auch nicht mehr. Das sind 6 Euro. Vielleicht sind es in kalten jahren dann auch mal 20 Euro. In Relation zum Kaufpreis nahezu vernachlässigbar.

    Die Kulturen davor im Gewächshaus brauchten keine Heizung, die brauchten Licht.
    Unter diesen Bedingungen muss man über Dämmwerte nicht groß nachdenken.

    Beheizt man aber schon ab Februar oder ganz ganzjährig sieht die Welt wieder ganz anders aus.

    Kurz und gut: Es ist viel komplizierter und vor dem Kauf sollte man sich zumindest die Anleitung genau anschauen oer jmd geben, der sich damit auskennt, denn viele Details werden verschwiegen.

    Wie bei so vielen reduzieren die meisten Leute den Kauf auf Stegplattendicke vs Euro. Das führt dazu, dass im Billigsegment (fast?) nur noch Schrott auf dem Markt ist, weil eine gute 6mm Stegplatte kostet nun mal mehr als eine schlechte 6mm Stegplatte, aber der Käufer sieht es nicht (ein).

    Wenn ich mir in unserer Gartenanlage anschaue, dass manche 4mm Gewächshäuser hier quasi jährlich ihre Stegplatten verlieren und nach 3-4 Jahren beginne die Platten bereits sich aufzulösen und den Garten mit Mikroplastik vollzumüllen, dann ist es sehr traurig, dass dafür Geld ausgegeben wurde.

    Umgekehrt stehen die Glashäuser aus DDR Zeiten überwiegend noch. Da springt halt hin und wieder mal eine Scheibe, das ist halt noch kein gehärtetes ESG Glas, aber eine 40 Jahre alte Glasscheibe ist genauso gut wie eine nagelneue. Da hat der mit den billigen "Schrott"-Stegplatten schon 10x neu gekauft.

    Die schlechteste Qualität hab ich bisher bei Frühbeeten (bei anderen) erlebt, ich vermute, das war nicht mal Polycarbonat, sondern irgendwas anderes (eher weißlich). Die Dinger waren nach einem (1!) Sommer zerfallen. Aber was will man erwarten, wenn man so ein Ding für 30 Euro Neupreis bestellt? Das kann nicht gut sein, zu dem Preis ist das einfach nicht möglich.

    Es gibt übrigens heute im Profibereich qualitativ exzellete Gewächshausfolien mit vorzüglichen Eigenschaften wie UV-A/B Durchlässigkeit, hohen Haze faktor, NIR Blockade, Anti-Tau und vielem mehr. meist mit 5-10 Jahren Lebensdauer (bei ETFE über 30 Jahre Lebensdauer, aber die sind auch sehr teuer) und sehr guter Lichtdurchlässigkeit.
    Für Selberbauer wäre das ein interessante aber quasi unbekannte Möglichkeit statt Glas, Polycarbonat oder Plexiglas.

    MfG
     
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    Taxus Baccata

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    Kurz und gut: Es ist viel komplizierter und vor dem Kauf sollte man sich zumindest die Anleitung genau anschauen oer jmd geben, der sich damit auskennt, denn viele Details werden verschwiegen.
    Danke für die vielen Informationen und die Hilfestellung! Das ist wahnsinnig interessant, und man findet diese Informationen, die du uns hier gibst sonst nicht so gebündelt! 👍
    In der Tat sehr viele Faktoren, die man kennen und abwägen sollte, um für den eigenen Standort die beste Entscheidung treffen zu können...
     
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